Unfall

Unfall Runzelfuesschen

Die nächsten Wochen werden hier sehr ereignislos. Ich bin gerade noch dabei zu verdauen, dass all meine Pläne für den Dezember sich komplett in Luft aufgelöst haben. Und warum? Weil ich einen kleinen Unfall hatte. Passiert, klar, und ist doof und ehrlich gesagt auch wirklich sehr sehr schmerzhaft.

Die Kinder, die dabei waren, hatten ziemliche Angst und ich hab mal wieder gemerkt wie viel Kraft Eltern eigentlich haben. Denn in der Situation in der ich wirklich unfassbare Schmerzen hatte, war mein Fokus trotzdem die ganze Zeit auf den Kindern. Bloß dafür sorgen, dass sie nicht zuviel Angst haben, dass sie versorgt sind, dass sich um sie gekümmert wird (und nein, sie hatten nicht abbekommen, der Unfall betraf nur mich).

Als die Drei versorgt waren und eine Freundin den Krankenwagen rief (dazu war ich, warum auch immer, irgendwie nicht in der Lage), fiel mir erst auf wie krass unsere Körper eigentlich sind. Denn was da an Adrenalin durch den Körper fließt, damit man weniger Schmerzen spürt und gut reagieren kann, Wahnsinn. Es ging mit Blaulicht in zwei Krankenhäuser, das erste hatte sich abgemeldet und mich nicht aufgenommen, das zweite dann zum Glück schon. Vielleicht schreibe ich mal mehr übers Krankenhaus, wenn euch das interessiert, aber zur Zeit geht echt wenig, weil ich vor allem Schmerzen habe und mich kaum konzentrieren kann.

Natürlich schmerzt (haha) es mich in den klaren Momenten, wenn mir bewusst wird, was leider alles nicht möglich sein wird in den nächsten Wochen, vielleicht sogar Monaten. Ich hatte noch ein paar schöne Texte geplant, Interviews zu Themen die mir wichtig sind. Muss alles warten.

Meinen TV-Auftritt beim SWR Nachtcafé musste ich in der Nacht vorher (!) absagen. Und glaubt mir, wäre es irgendwie möglich gewesen daran teilzunehmen, ich wäre mit meinen Krücken dorthin gehumpelt. Aber es ging nicht. Weil gar nichts geht. (Die Sendung zum Thema „Albtraum Nacht“ lohnt sich natürlich trotzdem sehr, ihr findet sie in der Mediathek)

All die elterlichen Verpflichtungen, sie fallen aus. Ich kann nicht zum Kita Adventsfeiern, nicht zur Schulweihnachtsfeier. Ich werde meine Geburtstagsparty absagen müssen.Wie Weihnachten wird wenn man so komplett unmobil ist, weiß ich auch nicht. Aktuell kann mir ja auch niemand sagen wie lange die Schmerzen anhalten. Und ja, vielleicht sehe ich etwas zu schwarz in die unmittelbare Zukunft, aber ich weiß auch nicht wo das Licht herkommen soll.

Deswegen will dieser Post (den ich ehrlich gesagt über Stunden zusammengeschrieben habe) euch vor allem eins sagen: Passt auf euch und eure Liebsten auf. Wir haben immer dieses Gefühl von Sicherheit und Leben im Griff haben. Aber irgendwie ist das eine ganz schöne Illusion, oder?

Bleibt gesund!

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2 Antworten

  1. Anne sagt:

    Liebe Andrea,
    ich wünsche dir gute Besserung, dass die Schmerzen bald weichen und vielleicht sogar einem wohlig warmen Gefühl Platz machen, dass das Leben trotz der unvorhersehbaren Mistigkeiten trotzdem ganz schön ist.
    LG Anne

  2. fine sagt:

    Liebe Andrea, eine sehr sehr große Portion Genesung für dich. Hab ein paar Feiertage, die dir und deiner Familie gut tun. Alles Gute, fine

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