Deadpool & Wolverine: Wie ich fast für Hugh Jackman gesungen habe

Mein Samstag stand im Zeichen von Hollywood und Superhelden und das, obwohl das eigentlich so gar nicht meine Welt ist. Ich war zur Pressekonferenz von „Deadpool & Wolverine“ eingeladen und hatte, wie vermutlich die meisten Anwesenden, sehr viel Spaß. Schon der Weg dorthin war erinnerungswürdig.

Denn als es mit dem Aufzug nach oben ging, hielt der nochmal, die Tür ging auf und Hugh Jackman stand in der Tür. Ich habe ihn natürlich eingeladen mitzufahren, aber er wollte nach unten, wir nach oben und so haben wir uns dann mit leichter Verzögerung halt etwas später auf der Pressekonferenz getroffen. Moderiert wurde die Pressekonferenz von Steven Gätjen und es waren die Producerin Wendy Jacobsen, Schauspielerin Emma Corrin, Regisseur Shawn Levy und natürlich Hugh Jackman und Ryan Reynolds vor Ort.

Für alle, die nicht wissen wie so was abläuft: Ja, es ist tatsächlich ein wenig so wie bei „Notting Hill„. Alle, die akkrediert und bestätigt sind, dürfen sich melden und Fragen stellen. Es kommen naturgemäß leider nicht immer alle dran, denn meist sitzt man da in größerer Runde zusammen und für 100 Fragen ist einfach nie Zeit. Und, auch das gehört zur Wahrheit dazu: Nicht alle Journalisten (ja, das Maskulinum ist an der Stelle Absicht) schaffen es, sich kurz zu fassen. Ich verstehe das total, dass man für manche Fragen auch mal ausholen muss. Aber ich wundere mich immer, mit wie viel Ego manche Männer da auch an die ganze Sache rangehen.

Lieblingssong von Ryan Reynolds und Hugh Jackman

Ich weiß ja, dass meine Frage oft recht tief reingehen (und ich weiß auch, dass die meisten von euch das sehr schätzen), aber in dem Fall war auch mir klar: Eine Pressekonferenz ist nicht der richtige Ort dafür. Deswegen habe ich das Panel gefragt, was ihr Lieblingssong aus dem neuen Deadpool & Wolverine Film ist. Denn das, was ich bisher vom Soundtrack gehört habe, das klang doch sehr vielversprechend. Und ja, ich habe dann noch angefügt, dass meine Frage recht schnell geht, weil wir Frauen einfach effizient sind. Das hat für einige Lacher gesorgt, aber ich konnte mir das nicht verkneifen.

Weil ich Hugh Jackman ja schon am Aufzug getroffen hatte und mein Mund manchmal schneller ist als mein Kopf, habe ich noch angefügt, dass ich ihm das Lied ja in der nächsten Aufzugfahrt vorsingen könnte.

Deadpool und Wolverine Pressekonferenz

Singen auf der Pressekonferenz von „Deadpool & Wolverine“

Das führt dazu, dass Hugh dann mit „Like a Prayer, hit me“ antwortete und ich kurz unter Druck stand, jetzt singen zu müssen. Jupp, das passiert wenn man Sachen nicht zuende denkt. Glücklicherweise sprang Ryan Reynolds dann ein und erzählte, dass seine Töchter Hugh sehr lieben würden und er mal nach Hause kam, der Soundtrack von „The Greatest Showman“ lief und er überrascht feststellte, dass sein Freund bei ihnen zuhause war und für Ryans Kinder live die Songs zum Besten gab. Überhaupt würden die Kinder auch glauben, dass Wolverine sie manchmal nachts besucht, wenn sie Schatten an der Wand sehen. Auch Ryans Lieblingslied aus dem neuen Film ist übrigens „Like a Prayer“, die Antwort möchte ich euch nicht vorenthalten.

Shawn Levy, der Regisseur von „Deadpool 3“ fragte dann, ob ich wollte, dass Hugh für mich singt (was vollkommen ok für mich gewesen wäre) und ich hatte nochmal kurz Sorge, doch noch singen zu müssen. Was mich ein bisschen grämt, ich habe tatsächlich nicht nachgefragt was denn nun Emma und Wendys Lieblingssong war. Das ist immer ein bisschen die Krux, dass einem hinterher klar wird, was noch alles wichtig gewesen wäre.

„Deadpool & Wolverine“ ab 24. Juli im Kino

Ansonsten ging es natürlich auch viel um das neue Filmabenteuer der Beiden, was im Kern die Geschichte von dem ist, was uns alle im Leben antreibt: Gesehen werden wollen, sich zugehörig fühlen, Bedeutung zu haben. Nicht im Sinne von prominent sein, sondern vom Gefühl, dass das, was jede*r einzelne von uns tut, eine Wichtigkeit hat. Das finde ich so faszinierend an Kunst generell: Es mag nicht immer so offensichtlich sein, aber natürlich berühren viele künstlerische Dinge genau diese essenziellen Themen.

Mir ist klar, dass man bei „Deadpool & Wolverine“ auch einfach nur zwei Stunden Spaß haben kann, ohne über diese tiefere Ebene nachzudenken (also vermute ich, ich habe den Film ja noch nicht gesehen). Es wird Action geben, Stunts, Witze und all das, was Superherofilme und Popcornkino ausmacht. Aber es gibt eben auch die andere Seite, der man sich öffnen kann, in die man sich einfühlen kann. Gehört halt alles am Ende zusammen, oder?

Wie hat euch dieser Einblick in meinen Job gefallen? Habt ihr Lust, dass ich euch öfter mal so mitnehme in meinen Job, oder ist das eher langweilig?

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