Zum ersten Konzert nach der Babypause

Mama geht zum Konzert Runzelfuesschen

Ich habe ja bereits am Montag ganz kurz schon berichtet, dass ich am Freitag zum ersten Mal, seit das Runzelfüßchen auf der Welt ist, wieder auf einem Konzert war. Und ich sage euch, das war spannend und toll und aufregend.

Beatsteaks-Konzert in Berlin

Irgendwann, Anfang des Jahres glaube ich, hieß es, dass die Beatsteaks ein Konzert in Berlin geben. Also rasch, rasch Karten besorgt. Und zwar nicht nur für mich und Runzelfüßchens Tante, nein, auch für meinen Mann. Wir wähnten uns in „Sicherheit“, dass wir bis dahin eine tolle Betreuung für diese Abendveranstaltung gefunden hätten. Es war ja noch so weit weg und wir hatten ja immer daran gedacht, dass unsere Freunde und Bekannten gern unsere Tochter beim Schlafen beobachten. Wer würde das denn nicht wollen?

Kein Babysitter für Konzertabend

Lange Rede kurzer Sinn, alle unsere Babysitterversuche für den Konzertabend haben abgesagt. Die letzte wenige Stunden vor dem Auftritt. Also versuchte ich die überzählige Karte zunächst bei Twitter unters Volk zu bringen. Letztlich hat eine Freundin zugeschlagen. Was mich dabei übrigens irritiert hat: Es wurde immer davon ausgegangen, dass mein Mann gehen würde und ich bei unserer Tochter zuhause bleibe. Wieso? Weil ich die Mutter bin?

Mama soll der Babysitter sein

Da das Runzelfüßchen abends nicht mehr gestillt werden will gibt es überhaupt keinen Grund dafür. Mein Mann kann unsere Tochter bestens betreuen, er kümmert sich genauso gut um sie wie ich. Und da die Beatsteaks eher meine Lieblingsband sind, biss er in den sauren Apfel und blieb daheim. Ohne jede Diskussion. Netterweise hat sich Runzelfüßchens gefühlter Patenonkel zu meinem Mann aufs Sofa gesetzt und die beiden hatten einen tollen Heimkinoabend. Also so toll wie es halt sein kann, statt Konzert zuhause vor dem Fernseher zu sitzen.

Mama geht aufs Konzert Runzelfüßchen

Mama geht zum Konzert

Wir drei Mädels machten uns also auf den Weg und ich gebe zu, ich war total aufgeregt. Weil es eben einfach so lange her ist. Das letzte Konzert war ganz am Anfang der Schwangerschaft bei Bosse, eeewig her. Und auch eher ruhig. Ich gestehe, ich stand bei den Beatsteaks nicht im Pulk ganz vor an der Bühne. Da bin ich einfach raus. Die Freundin hat sich zunächst kaputt gelacht. Ich saß da, habe die Szenerie auf mich wirken lassen und war leicht eingeschüchtert. Mir schossen Fragen durch den Kopf wie „bin ich dafür nicht zu alt?“ „Man, du bist jetzt MUTTER! Überleg mal, Mama vom Runzelfüßchen, und jetzt biste hier auf nem Konzert.“

Mama genießt den Abend ohne Baby

An meine Tochter habe ich eigentlich kaum gedacht. Nicht, weil ich sie nicht liebe, sondern weil sie ja bestens betreut wurde. Ich war auch die Einzige, die nicht fortwährend ihr Handy aus der Tasche gezogen hat um irgendwen über irgendwas zu informieren. Das haben die Beatsteaks im Übrigen auch mal durchblicken lassen, dass wenn man auf einem Konzert ist, das einfach genießen sollte. Ohne Facebook, Twitter, Instagram und Co.

Mama geht aufs Konzert Runzelfüßchen

Nächstes Ziel: Ein gemeinsamer babyfreier Abend

Für mich war es unglaublich, dieses wirklich mal wieder raus raus zu kommen. Das klingt jetzt doof, ich treffe mich ja auch mit Freunden. Aber ein Konzert ist eben ein weiterer Schritt Richtung Normalität, raus aus dem Babykosmos. Nächster Halt auf meinem Weg: Ein Abend mit meinem Mann. Allein. Zum Essen gehen oder ins Kino. Dafür müssen wir allerdings erst noch einen Babysitter finden.

Was habt ihr an eurem ersten kinderfreien Abend gemacht? Oder was würdet ihr gern machen? Ich freue mich über eure Kommentare, auf Facebook, Twitter oder hier.

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3 Antworten

  1. Ich habe mich erst aufs erste Konzert nach der Zwergengeburt gewagt, als sie schon 2 Jahre alt war und ich wünschte, ich hätte das viiiel früher getan. Den ersten kinderfreien Abend habe ich übrigens zu Hause in meiner Badewanne verbracht mit heisser Schokolade und einem Stapel Trash-Zeitschriften :-). Sich Zeit zu nehmen für Dinge, die gut tun, sollte sich jede Mami so oft wie möglich auf die To-Do-List packen ;-)!

  2. Andrea sagt:

    LIebe Yummy Mummy,

    oh, Badewanne und Trashzeitschriften, das muss auch echt ab und zu mal sein. Weil es entspannt! Ich unterschreibe das vollkommen. Und an dem ersten gemeinsamen babyfreien Abend arbeiten wir ja auch. 🙂
    Allein aufs Konzert (oder mit Freundinnen) ist toll, aber gemeinsam mit dem Mann wäre ich auch gern gegangen.

    Liebe Grüße,

    Andrea

  3. JesSi sagt:

    Unsere erste Baby freie Nacht war grausam. Ich wollte nicht das sie woanders schläft und hab dementsprechend überhaupt nicht geschlafen. Aber es war unser Umzug und somit unumgänglich denn wäre sie dabei gewesen hätte ich das Anfassen vergessen können. Der zweite Baby/Kleinkind freie Abend war der abend unserer Hochzeit. Oma und Opa hatten sie dann mit nach Hause genommen. Das war ok. Und Konzertabend hat mein Mann auch organisiert. Das war gruselig weil wir von Niedersachsen nach Hamburg gefahren sind. Ja das ist nicht weit aber das Gefühl nicht im selben Bundesland zu sein war gruselig.
    Sie war immer toll betreut und wir vom Stillen nicht mehr eingenommen.

    Nun seit Dem Sommer hat das Mottchen beschlossen sie schlafe nicht mehr außer Haus. So verbrachten wir den Hochzeitstag daheim und organisieren alles drum herum. Aber mal wieder so allein mit meinem Mann los ziehen wäre toll. Allein mal wieder das Tanzbein schwingen….aber sie weht sich wehement dagegen woanders zu schlagen und schläft in den letzen Wochen auch sehr sehr schlecht, da werde ich sie auch nicht zwingend.
    Liebste Grüße
    JesSi

    P.S. bei und bleibt der Papa meistens zu Hause. Ich brauche dieses Rauskommen einfach anscheinend mehr wie er und er freut sich über einen Motten – Abend.

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