„Eden“: Diesen Film solltet ihr euch nicht entgehen lassen

Wenn ihr euch „Eden“ im Kino anschaut, dann bin ich fast sicher, dass ihr am Ende zum gleichen Ergebnis kommen werdet wie ich: „Krass“. Das war das erste Wort, was mir nach dem Anschauen durch den Kopf ging. Aber es war ein gutes „krass“, wirklich. Damit der Film auf euch den gleichen Effekt hat, rate ich euch dringend, nicht sofort aufzustehen, wenn die Abspannmusik erklingt, denn was dann kommt, macht alles gerade Gesehene nochmal viel eindrücklicher.

An sich ist die ganze Idee rund um „Eden“ schon total abgefahren: Zwischen zwei Weltkriegen begeben sich verschieden Menschen auf die sehr (!) abgelegene und bisher unbesiedelte Galápagos-Insel Floreana. Als erstes versuchen der deutsche Arzt und Philosoph Dr. Friedrich Ritter (Jude Law) und seine Geliebte Dore Strauch (Vanessa Kirby) ihr Glück abseits der Zivilisation. Ritter schreibt an einem philosophischen Manifest und will außerdem Dore von ihrer Multiplen Sklerose heilen.

© Leonine Studios

Tolle Stars in „Eden“

Weil Ritter, wie so viele Männer, sich aber auch für seinen Versuch in dieser unwirtlichen Umgebung Fuß zu fassen, feiern lassen will (und Dore dabei natürlich keinerlei Ruhm zuteil wird), verbreiten sich seine Abenteuer in der Welt. Das zieht den Weltkriegsveteranen Heinz Wittmer (Daniel Brühl), seine Frau Magret (Sydney Sweeney) und seinen Sohn Harry an. Ritter und Dore haben auf diesen Besuch ganz sicher nicht gewartet und die junge Familie hat mit dem Ort wirklich zu kämpfen. Schon allein das weckt bei mir ja ganz viel Neugier auf die Frage, ob ich das damals (oder auch heute, wenn wir ehrlich sind) auf solch einer Insel wohl ausgehalten hätte. Denn einfach umkehren und zurück nach Hause, das war damals noch viel weniger möglich, als es heute der Fall ist.

Wie würden wir selbst in solchen Situationen handeln?

Als dritte „Familie“ im Bunde erscheinen irgendwann noch Eloise Wehrborn de Wagner-Bosquet (Ana de Armas) eine selbsternannte Baronin. Sie wird von zwei Männern (u.a. gespielt von Felix Kammerer) begleitet. Beide sind ihr verfallen und wollen sie dabei unterstützen, auf der Insel ein Luxushotel zu errichten. Das passt den anderen Bewohner*innen natürlich überhaupt nicht. Die Baronin versucht, alle gegeneinander auszuspielen und wie das alles endet, da fällt mir eben nur das Wort „krass“ ein.

Geburt bei „Eden“: Soviel Kraft haben Frauen

Ich spoilere euch nichts, wenn ich euch verrate, dass es in „Eden“ eine Geburtsszene gibt, die mich wirklich umgehauen hat. Selten wurde die Stärke, die Frauen haben, so gut eingefangen wie hier. Und wenn man am Ende dann im Kinosessel niedersinkt, weil der Film einen so in seinen Bann zieht, dann beginnen vielleicht auch bei euch die Gedanken zu rasen. Wie würde man sich selbst in solch einer Situation verhalten? Wie gehen wir miteinander um? Und sind wir wirklich soweit weg von dem, was es bei „Eden“ zu sehen gibt? Wie schon geschrieben, mich hat der Film wirklich umgehauen und mitgenommen, ich kann euch einen Besuch hier wirklich nur dringend empfehlen.

Und wenn ihr den Film geschaut habt, dann schreibt mir UNBEDINGT wie er euch gefallen hat und was euer erster Gedanke dazu war!

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