Vom neuen (und vom alten) Jahr – Das Wochenende in Bildern

Im Dezember war es recht still bei mir. Im Blog, aber tatsächlich auch in meinem Leben. Denn ich war krank, so krank wie gefühlt noch nie. Langsam geht es mir besser, aber für mich war das schon auch eine Warnung nach diesem anstrengenden Jahr wirklich inne zu halten und zu schauen, was eigentlich für mich wirklich wichtig ist.

Runzelfuesschen Neues Jahr

Eigentlich wollte ich einen Jahresrückblick machen, weil das ja immer ganz spannend ist, Revue passieren lassen, was passiert ist, was von dem, was man sich so erträumt oder erhofft hat dann wirklich eingetreten ist. Aber nun ja, es ist wie es ist, ich war krank und vieles blieb auf der Strecke. Das war, zugegeben, nicht ganz so leicht für mich. Aber ich lerne eben auch dazu. Deswegen gibt es dieses erste Wochenende von 2021 auch als eine Art Rückschau und gleichzeitig eine Aussicht in die Zukunft. Von allem ein bisschen also.

Samstag, 02. Januar 2021

Runzelfuesschen Neues Jahr

Wir schlafen lange und fahren dann in den Wald. Tatsächlich bin ich überrascht, wie gut die Kinder sich mittlerweile morgens auch mal allein beschäftigen können. Das geht erst seit einigen Wochenenden so, aber ich bin dankbar dafür. Ich bin ehrlich gesagt ziemlich kaputt. Ich habe in der kurzen Woche vor Weihnachten und in der Woche zwischen den Jahren gearbeitet, auch, weil ich eben so lange krank war. Das ist neu, eigentlich ist mein „Laden“ zu dieser Zeit immer zu. Und ich weiß auch warum. Denn arbeiten während die Kinder und mein Mann eigentlich 1000 Dinge mit mir erleben wollen, das ist nur so mittelspaßig.

Jedenfalls ist der Wald meine Entdeckung 2020. Ohne Corona wären wir niemals jedes Wochenende in den Wald gefahren, hätten die Jahreszeiten dort so intensiv miterlebt und uns vermutlich auch nicht zu einer „ach, mit Gummistiefeln geht alles“ Familie entwickelt. Ich finde immer noch, dass fünf Personen eine unglaubliche große Menge Kram brauchen für einen simplen Waldausflug, aber nun ja, wir wohnen eben nicht am Waldrand und da braucht es dann ein Auto und mehrere Schuhe und Anzüge für alle.

Der Waldbesuch tut uns gut, wir waren an Weihnachten und Silvester auch hier und haben Rehe und Vögel und Eichhörnchen beobachtet. Wir haben im letzten Jahr Lieblingsrouten gefunden und so viele einsame Flecken, dass ich dafür wirklich dankbar bin und fest vorhabe, den Waldspaziergang auch 2021 fest in unser Leben zu verankern.

Runzelfuesschen Neues Jahr

Wir bleiben lange im Wald und als wir wieder Zuhause sind, haben alle Hunger. Ich glaube, ich habe euch noch nie davon erzählt, aber ich habe eine Histaminintoleranz. Das ist ehrlich gesagt sehr nervig und wenig schön und nach einer ruhigen Phase in der ich dachte, alles super ist es gerade wieder sehr sehr schlimm. Vermutlich ist das auch der Grund dafür, warum ich noch nie darüber geschrieben habe.

Disclaimer: Bei einigen der Links handelt es sich um Affliate-Links. Ich habe sie mit einem * gekennzeichnet. Wenn ihr etwas über diesen Link bestellt, bekomme ich eine kleine Provision, für euch wird das Produkt nicht teurer. Alternativ bekommt ihr alle Bücher aber auch im stationären Buchhandel, der Unterstützung nach diesem Jahr bitter nötig hat.

Zu Weihnachten hat mein Mann mir dieses Kochbuch „Histaminintoleranz Kochbuch für Anfänger„* geschenkt, ich bin noch nicht so richtig überzeugt.

Wäre das etwas, das euch interessiert, das ganze Thema? Was ich schon gleich sagen kann: Ja, ich habe das testen lassen, es gibt neben einem Ausschlusstest bei dem man so gut es geht alle histaminhaltigen Lebensmittel weg lässt, auch einen Bluttest. Und den habe ich machen lassen und es war sehr eindeutig. Ich weiß das schon etwas länger, aber ich hardere immer wieder damit, weil diese Unverträglichkeit so eine große Einschränkung mit sich bringt. Und ich vermutlich auch einfach nicht konsequent genug damit umgehe. Aber nun ja. Jedenfalls habe ich jetzt dieses Rezeptbuch und auch wenn mein Mann das anders sieht, ich bin fest davon überzeugt, dass er mir auch gleichzeitig geschenkt hat, dass er alles, was ich mir daraus wünsche, für mich kocht. Ich verrate soviel: Vieles ist eher freudlos. Jedenfalls ist das natürlich ein Thema, was mich auch 2021 begleiten wird. Leider.

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Yoga! Tatsächlich mache ich seit einigen Tagen wieder jeden Tag Yoga. Oder Sport. Weil ich merke, wie mir das fehlt aber auch weil ganz klar ist, ich habe mich einfach viel zu wenig bewegt in den letzten Monaten. Ich bin natürlich wieder ganz ungeduldig, aber eigentlich ist klar, dass ich nicht so richtig fit bin, wenn ich über einen Monat krank war. Aber das eine ist das zu wissen, dass andere ist es, das anzuerkennen. Aber es wird.

Und für 2021 ist der Plan tatsächlich, viel öfter Sport zu machen, Pausen für mich einzufordern. Was ihr auf dem Foto nicht seht: Die Kinder, die auf meinem Schoß sitzen, immer wieder unter mir durchkrabbeln und fragen, wann sie dran sind. Weil sie natürlich auch Sport machen wollen, wenn wir Eltern das machen. Das wird wohl eine Herausforderung werden, auch im neuen Jahr.

Runzelfuesschen Neues Jahr

Und hier mal das Gegenteil von freudlos. Ich mag es und alles davon vertrage ich gut. Zwei von drei Kindern haben da keine Lust drauf, und ja, mich nervt dieses „ich will lieber Brot /Knäcke / übriggebliebene Brötchen“. Aber immerhin müssen wir nicht noch mehr kochen und ich versuche mir zu sagen, dass es ja schlimmer sein könnte, nämlich mit totaler Essensverweigerung.

Sonntag, 3. Januar 2021

Runzelfuesschen Neues Jahr

Es hat geschneit! Beim Brötchen holen waren Herr Annika und ich sehr freudig überrascht. Und ja, ich hab die falschen Socken an, das war mir aber nicht so richtig klar. Und die Schuhe sind ja gefüttert. Herr Annika und ich haben eine große Schneeballschlacht veranstaltet und alle, denen wir auf der Straße begegnet sind, hatten ein Lachen im Gesicht. Weil mein Sohn sich so gefreut hat und da so ganz viel Lebensfreude war.

Das möchte ich 2021 mehr erleben. Mehr Leichtigkeit, mehr Lachen, mehr Spontanität. Das war so ein schöner Moment und ich hoffe, dass 2021 da sehr viel mehr von bereit halten wird. Denn wenn ihr ehrlich bin, 2020 hat mich so unfassbar gefordert. Da blieb irgendwann alle Leichtigkeit auf der Strecke. Und ich habe das gar nicht gemerkt, so richtig bewusst wurde es mir erst als ich krank auf der Couch lag und gar nichts mehr ging. Weil ich da Zeit zum Nachdenken hatte.

Runzelfuesschen Neues Jahr

Und hier wäre dann direkt der Beweis für meine eigene Inkonsequenz. Denn der Rest der Familie geht in den Schnee, zum Schneemann bauen und Schlitten fahren, während ich arbeite. Aber ich habe einige Deadlines und am Montag beginnt ja der Arbeitsalltag meines Mannes und das Homeschooling des Kindes. Dazu kam aus der Schule schon ein straffes Programm und ich mache mir Sorgen, dass wir vielleicht doch wieder in die Situation vom letzten Jahr rutschen.

Denn wie sollen wir das schaffen? Die Siebenjährige hat Aufgaben für jeden Tag, wir sollen verschiedene Buchstaben und Matheaufgaben mit ihr durchgehen. Die Schule meiner Tochter geht weiter im Stoff, ungeachtet, ob wir da nun die Zeit und Ressourcen für haben oder nicht. Wenn ich ganz ehrlich bin, am liebsten würde ich sagen: Nee, sorry, ich schaffe das nicht zusätzlich zu meiner eigenen Arbeit und der Betreuung der Kitakinder. Aber alles was passiert ist, dass meine Tochter auf der Strecke bleibt und den Anschluss verliert. Will man das für sein Kind? Sicher nicht. Aber die Überforderung mit der Situation bleibt. Zumal die Schule auch schrieb, dass das Distanzlernen bis mindestens 18.01. geplant ist.

Runzelfuesschen Neues Jahr

Als die Familie wieder Zuhause ist, habe ich meine Tagesaufgabe tatsächlich geschafft. Und während es sich gut anfühlt, etwas Luft bekommen zu haben, im Sinne von, ich muss diesem einen Artikel nicht mehr hinterher jagen, bin ich gleichzeitig traurig, weil ich Familienzeit verpasst habe. Diese Zerrissenheit hat mich im letzten Jahr sehr geprägt und ich habe Angst, dass es, entgegen meiner Hoffnung, auch 2021 so sein wird.

Während die Kinder sich in der Badewanne aufwärmen, lese ich ein bisschen. Auch etwas, was ich 2021 wieder mehr machen will. Ich habe natürlich auch im alten Jahr viel gelesen, aber das meiste war dann doch irgendwie beruflich. Denn all die Ratgeber, zu denen ich Interviews führe, die muss ich vorher ja erst mal lesen. Aber ich will im neuen Jahr auch wieder mehr Bücher lesen die mir einfach Freude machen, die mich inspirieren oder einfach begeistern.

Tausend Zeilen Lüge„* von Juan Moreno ist so ein Buch. Ich weiß, das ist ja schon „alt“. Aber ich habe es kürzlich zufällig in der Bibliothek gesehen und aus Interesse mitgenommen. Und ich finde es so gut geschrieben, die Kinder fragen jeden Morgen, was denn „Neues“ passiert ist. Also erzähle ich von einem lügenden Journalisten und wir reden über Wahrheit und Notlügen und große Lügen und Geheimnisse. Das hat mit dem Buch nichts zu tun, aber die Gespräche sind trotzdem jeden Morgen schön.

Ratgeber für erfahrene Eltern Runzelfuesschen

Und apropos Bücher. Bei Lisa habe ich eine so so schöne Rezension über mein Buch über die Wackelzahnpubertät gelesen, dass ich mich auch zwei Tage später noch freue. Und das schreibe ich nicht nur so, das meine ich ganz genau so. Denn ich habe so viel Herzblut und Arbeit in dieses Buch gesteckt und das Jahr war so hart, ich hab vieles nicht, was ich rund um das Buch geplant hatte, dann nicht machen können. Ich konnte nicht mal den Veröffentlichungstag so richtig groß feiern, weil es am 18.März erschien, Tag 1 vom Lockdown.

Aber ich hoffe, dass 2021 mehr Gelegenheiten bietet, über die Wackelzahnpubertät zu sprechen, gerade in diesen herausfordernden Zeiten. Denn die Vor- und Grundschüler*innen, die haben eigentlich schon mit den wackelnden und ausfallenden Zähnen so viel zu tun. Und dann kommt da noch diese ganz besonders herausfordernde Situation dazu. Das ist für uns Erwachsene nicht leicht, aber für die Wackelzahnkinder auch nicht.

Wenn ihr „Nicht mehr klein und noch nicht groß„* schon gelesen habt, dann freue ich mich übrigens sehr über eine Bewertung. Denn, ja, das ist wichtig. Und schreibt mir auch gern, wie euch das Buch gefallen hat. Bücher schreiben ist ja deutlich einsamer als Artikel verfassen oder einen Blog zu führen.

Schreibaby Andrea Zschocher

Und wo wir schon bei Büchern sind: In wenigen Tagen wird mein zweites Buch erscheinen. Wieder in Zeiten des Lockdowns. Aber ich hoffe, dass es anders wird. Wenn ihr Fragen zu Schreibabys habt, zum Buch „Wie du dein Schreibaby beruhigst„*, wenn ihr Tipps oder Hilfe oder Anregung wünscht, dann schreibt mir. Ich plane natürlich einen Artikel dazu, aber sehr gern nehme ich eure direkten Fragen (auch anonym) da auf.

Achtsamkeit Buecher Runzelfuesschen

Und zum Abschluss dann noch ein kleiner Hinweis. So wie ich 2021 ja mehr Yoga und Zeit für mich frei räumen möchte, so könnt ihr das vielleicht auch wollen. Ich habe mich dazu durch jede Menge Bücher zum Thema Achtsamkeit gelesen und verlose fast alle meine Exemplare an euch. Das Gewinnspiel läuft noch bis 06. Januar 2021. Die Achtsamkeitskalender habe ich bereits ausgelost und die Gewinnerinnen (es waren nur Frauen) benachrichtigt. Und die Rückmeldung, wenn sich jemand so richtig doll freut, die ist so schön. Davon wünsche ich mir 2021 auch wieder mehr.

Runzelfuesschen Neues Jahr

Deswegen wird es auch im neuen Jahr immer wieder kleine Geschenke und Überraschungen geben. Und vielleicht fangen wir gleich mal damit an. Ich verlose 3 mal das Buch „Berlin mit Kind„* aus dem Himbeer Verlag an euch. Mit diesem tollen Begleiter, den es nun schon seit 10 Jahren gibt (uns begleitet das Buch seit sechs Jahren) entdeckt ihr immer wieder neue Seiten an der Hauptstadt. Egal, ob ihr nur zu Besuch hier seid, oder hier lebt, dieses Buch ist was für alle. Neben jeder Menge Tipps für Ziele für Familien lernt ihr auch ganz viel über Berlin. Ein echtes Muss für Familien mit Berlinliebe.

Gewinnspiel auf Runzelfüßchen

Und hier wie immer die Teilnahmebedingungen.
Folgt dem Blog auf Twitter, liked Runzelfüßchen auf  Facebook, aboniert mich auf Instagram oder erzählt anderen von mir. Hört gern auch meinen Podcast Kinderbuchleben. Müsst ihr alles nicht machen, aber ich freue mich natürlich drüber. Mitmachen könnt ihr also auch, wenn ihr mir einfach nur einen Kommentar da lasst.
Teilnehmen könnt ihr auch per Mail, dann bitte an: gewinnspiel at runzelfuesschen punkt de

Dann gebt im Betreff bitte „Berlin“ an, sonst kann ich die Mail nicht zuordnen.

Wer seine Mailadresse zur möglichen Gewinnbenachrichtigung nicht angeben möchte kann alternativ auch gern eine Mail an gewinnspiel at runzelfuesschen punkt de schicken.

Hinweis: Die Gewinner müssen mindestens 18 Jahre alt sein und werden unter allen Einsendern von Kommentaren und Mails  ermittelt. Ihr seid damit einverstanden, dass ich eure Adresse an den Verlag weiterleite, damit die euch das Buch zusenden können. Eure Daten werden nur für die Gewinnspielabwicklung benötigt und nicht gespeichert.

Hinterlasst bitte einen Namen und eure Mailadresse. Ich werde den Gewinner per Mail benachrichtigen. Ihr müsst innerhalb von drei Tagen eure Postadresse mitteilen, sonst verfällt der Gewinnanspruch und ich lose erneut aus. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung des Gewinns. Alle Angaben sind ohne Gewähr.
Teilnahmeschluss ist der 10. Januar. 2021 um 23:59 Uhr
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3 Antworten

  1. Nadine sagt:

    Das Buch „Berlin mit Kind 2020“ konnten wir ja leider nicht testen im Herbst 2020, wegen Corona und Schwangerschaft.
    Wir werden diesen Ausflug aber sicher nachholen, wenn Baby etwas grösser ist. ☺️ Das wird dann sicher spannend mit zwei Teenie-Töchtern und einem Kleinkind einen Städte-Tripp zu machen.
    Ich wünsche dir, dass du im Jahr 2021 alle deine Wünsche und Ziele verwirklichen kannst und genug Erholung findest.
    Fürs bevorstehende Homeschooling wünschen euch allen viel Kraft und Geduld. Bei uns fängt morgen die Schule „normal“ an, obwohl die Zahlen wieder steigen und klar ist, dass auch Kinder ansteckend sind.
    Sei ganz lieb gegrüsst aus der Schweiz.

  2. Merle sagt:

    Frohes neues Jahr erstmal! Ich würde super gerne mehr zur Histaminintoleranz lesen. Ich bin selbst betroffen, allerdings bisher nur selbst diagnostiziert. Meine Hausärztin lachte mich quasi aus als ich die Vermutung äußerte nachdem es mir wochenlang einfach immer irgendwie schlecht ging. Mit Karenzdiät ging es mir aber soviel besser, dass ich mir ziemlich sicher bin. Ich habe auch ein Kochbuch und zwar „Happy healthy Food“ das ich ganz gerne mag, weil es hübsch gemacht und nicht so medizinisch daherkommt. Ansonsten finde ich es aber auch immer wieder mühsam mit der Intoleranz.

  3. Saskia sagt:

    Hach, da hab ich ja gerade noch rechtzeitig mal wieder bei dir vorbeigeschaut und kann noch bei deiner tollen Buchverlosung mitmachen ;D In Berlin war ich bisher nur ohne unsere Kinder, aber mit unseren Kindern stelle ich mir das auch toll vor – es gibt ja so viel zu sehen und zu entdecken. Wir würden uns sehr über das Buch freuen.

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