Filmkritik: Garfield – Der faule Kater muss aktiv werden

Von Tieren Runzelfuesschen

Was ich zunächst vielleicht erklären sollte: Ich bin ein sehr sehr großer Garfield-Fan. Schon ewig. Ich kann auch gar nicht genau sagen warum, denn eigentlich ist mir der Kater mit seiner sarkastischen Art ziemlich fremd. Ich habe ihn, bis zu diesem Kinoabenteuer auch immer als etwas gemein und fies gegenüber Jon und Odie wahrgenommen. Mag ich eigentlich nicht, war aber gleichzeitig total ok. Na, wir Menschen sind komplex.

In neusten Kinofilm jedenfalls gefällt mir Garfield per se schon mal viel besser. Weil nämlich sehr schnell klar wird: Der rot getigerte Kater hat das Herz am rechten Fleck. Er lässt sich immer noch von Odie bedienen, ist ihm aber auch ein guter Freund. Und Odie lässt sich von Garfield definitiv nicht alles gefallen. Auch um Jon kümmert sich der Kater liebevoll. Nur bleibt ihm dazu wenig Zeit, denn ohne sein Zutun steckt der dicke Kater in einem rasanten Abenteuer, dass er sich so wohl niemals erträumt hat.

Denn nicht nur, dass er mit einem Mal einen Diebstahl planen muss, bei dem es ganz schön gefährlich wird, er trifft auch sehr unverhofft auf seinen Vater Vic. Damit hat der Kater nicht gerechnet und will den Streuner auch überhaupt nicht in sein bequemes Leben lassen. Es stellt sich nur raus: Nur zusammen sind wir stark. Die alte Lebensweisheit gilt eben auch für Garfield. Und so nähern sich Vater und Sohn auf sehr witzige Weise wieder aneinander an.

Was mir tatsächlich am meisten imponiert ist die Tiefe, die dieser Film trotz all der Action und Komik hat. Ich habe sowohl den Synchronsprecher und US-Schauspieler Chris Pratt, der Garfield im Original spricht, als auch die Commedienne und Moderatorin Anke Engelke, die der deutschen Jinx ihre Stimme leiht, zum Interview getroffen. Und mit beiden hätte ich mich wirklich stundenlang über die großen Fragen des Lebens am Beispiel von Garfields neustem Abenteuer unterhalten können. Lasst euch also unbedingt ein auf diesen wilden Ritt, es lohnt sich.

Eine kleine Einschränkung: Eure Kinder sollten meiner Meinung nach schon im Grundschulalter sein, vorher könnten einige Szenen zu gruselig sein bzw. auch inhaltlich einfach überfordernd.

Aber mit Kindern ab acht Jahren oder denen, die schon recht viel Medienerfahrung haben, könnt ihr den Film auf jeden Fall gucken und alle werden ihren Spaß haben. Und wer weiß, vielleicht kommt ihr danach ins Gespräch über Elternsein, Rache, Füreinander einstehen und Liebe in verschiedenen Formen.

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir nach dem Kinogang schreibt, wie euch der Film gefallen hat.

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