Von Normalität – das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende war seit zwei Wochen das erste, in denen sich niemand außer mir krank fühlte. Ich hoffe also, dass die schlimmste Zeit von Fieber, Magen-Darm und Unwohlsein jetzt überstanden ist. Und ich, nun ja, ich pack das schon.

Samstag, 01. Februar 2020

Ich habe schlimme Bauchkrämpfe, der Jüngste bringt mir einen Kuschelhund. Weil das bei ihm ja auch so gut funktioniert. Ich mag diese kleinen Gesten so sehr, weil sie zeigen, dass es eben doch etwas bewirkt, wenn wir unsere Kinder mit Zugewandtheit und Aufmerksamkeit bedenken. Sie geben es uns zurück.

Wir brauchen einiges aus der Drogerie. So ein Magen-Darm- Haushalt eine Woche am Laufen zu halten während es nur einer Person halbwegs gut geht, das ist unfassbar anstrengend. Wurde mir Freitag klar, als ich eigentlich arbeiten sollte, aber auf der Couch eingeschlafen bin. Weil auch einkaufen anstrengend ist, genehmigen Herr Annika und ich uns einen Smoothie. Und Ruhe. Mein Mann ist mit den anderen zwei Kindern unterwegs, ebenfalls Besorgungen machen.

Und dann machen wir noch einen Ausflug, der sicher nicht wirklich nötig nötig ist, der aber die Laune hebt. Ich wusste bis vor Kurzem nicht, dass es einen Storck Werksverkauf in Berlin gibt. Aber nun ja, jetzt wo ich es weiß will ich mal vorbei. Wir fahren hin, das Baby schläft im Auto ein, so dass nur die zwei Größeren und ich reingehen. Und auch nicht wirklich viel kaufen. Weil die meisten Sachen tatsächlich mit Gelatine hergestellt sind, auch so Kaubonbons, die ich immer eher für unverdächtig hielt. Aber wir finden eine vegetarische Kaubonbon-Variante und die Kinder freuen sich sehr, dass sie eine Süßigkeit bekommen.

Der Abend ist durchwachsen, die letzten Wochen haben dafür gesorgt, dass die KInder zum einen sehr anhänglich sind (klar, Krankheiten sind fies und machen Angst), zum anderen aber ÜBERHAUPT nicht ausgelastet. Was der Stimmung zuhause nicht förderlich ist. Es wird gehauen und geschrien und gemotzt und gemeckert und ich möchte mich kurz zurückziehen und nicht zuständig sein. Stattdessen geht es früh ins Bett, Kräfte sammeln.

Sonntag, 02. Februar. 2020

Diese Creme haben wir auf Korsika gekauft, im Urlaub mit Kindern gibts ja immer mal Kratzer. Hier gab es einen kleinen Unfall, eins der Kinder hat einem anderen … nun… sagen wir… beinahe ein Ohrloch gestochen. Fragt nicht wie das geht. Aber schickt Mitleid, denn ich glaube, das tut sehr sehr weh.

Ich arbeite. Was Herr Annika wie immer nicht so richtig versteht. Also er weiß schon wie und was ich arbeite. Aber er versteht nicht, dass ich nicht nach 10 Minuten damit fertig bin. Eigentlich will er mit mir spielen. Aber ich muss die verlorene Zeit der letzten Wochen aufholen. Weil ich selbst angeschlagen bin, die Krämpfe sind nach wie vor da, dauert alles eh länger als geplant. Die Ungeduld meines Sohnes trägt nicht wirklich dazu bei, dass ich schneller fertig werde. Das ist nur außer mir niemandem klar.

Dann spielen wir doch. Zusammen mit dem Jüngsten eine Runde „Lotti Karotti“, wobei es schnell eher darum geht möglichst viele Figuren irgendwie auf der Spielform zu platzieren.
Dann bekommen wir Besuch und die Kinder freuen sich sehr, mal jemand anderen zu sehen als ihre Eltern. Was ich sehr sehr SEHR gut verstehen kann. Geht mir ja ähnlich. Bei Krankheiten ist man halt auch so oft auf sich selbst zurückgeworfen, das ist furchbar.

Ich hab in der letzten Woche die Instastories von Robert Marc Lehmann gebannt verfolgt und lege sie euch daher ganz dringend ans Herz. Er hat einiges zum Thema Fischfang gefilmt und es ist auch für Veganer_innen / Vegetarier_innen interessant. Natürlich ganz besonders auch für die Leute, die Fisch essen. Aber für alle anderen auch. Schaut euch das an! Ich kann mit den allermeisten Instastories nichts anfangen, aber die hier, die verdient es wirklich gesehen zu werden.
Es ist die „2. Sea Shepard“ Story, aber ich vermute alle anderen lohnen sich genauso. https://www.instagram.com/robertmarclehmann/

Heute muss ich abends noch arbeiten. Anne Will wartet auf mich. Ich weiß gar nicht ob euch das interessiert was ich eigentlich so arbeite. Aber weil ich ja eben hauptberuflich Journalistin bin dachte ich, vielleicht nehme ich euch auch ein bisschen mehr in meine Arbeitswelt mit, in 2020. Heute Abend also Anne Will.

Kommt gut in die neue Woche und bleibt gesund! (Und danke für all eure lieben Nachrichten in der letzten Woche. Ich glaube, ich hab keine beantwortet, weil so Land unter war. Aber ich hab sie alle gelesen. Danke, dass ich da sein!)

Ein Kommentar bei „Von Normalität – das Wochenende in Bildern“

  1. […] Wochenende schrieb ich darüber, dass ich mich jetzt für einen Weg entschieden habe. Dass es anstrengend wird, aber für mich wichtig ist. Was ich dabei nicht eingeplant hatte war […]

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