Sonntag, 15. Januar 2017

Nachdenkliches Wochenende



Eigentlich gibt es sonntags ja meist das WiB - also unser Wochenende in Bildern. Und ich hätte vieles zu berichten, wir trafen uns mit Freunden, waren viel unterwegs und schmiedeten Pläne. Aber dieses Wochenende war auch ziemlich belastet. Weniger fröhlich als sonst. Weil mein Telefon in einer Tour neue Nachrichten anzeigte, weil mich jede Menge Hass und Vorwürfe erreichten.

Kommentare auf dem Blog


Schuld daran ist mein Text vom Freitag. Dieser Text wurde, gemessen an den Zahlen, gar nicht sooo oft gelesen, Stand heute Abend rund 25.000 mal. Da habe ich schon andere Texte auf dem Blog gehabt. Er wurde aber kommentiert wie noch nie ein Post vorher. Ich verstehe sehr wohl, dass das Thema aufwühlt. Und ich weiß auch, dass wir hier nicht alle einer Meinung sind. Und wisst ihr was: Für mich ist das ok.

Und Hass per Mail


Für viele, so viele von euch aber offensichtlich nicht. Die Kommentare unter dem Post, die finde ich aushaltbar. Die Kommentare in den sozialen Medien teilweise grenzwertig. Aber gut. Was nicht geht sind die Direktnachrichten und Mails die ich bekommen habe. In denen ich aufs Übelste beschimpft werde. In denen mir alles Schlechte der Welt gewünscht wird, Abartiges, Ekelhaftes. Dinge, die mir vermutlich so niemand ins Gesicht sagen würde.

Freitag, 13. Januar 2017

Mädchen oder Junge - die Enttäuschung von Eltern

Runzelfuesschen Elternblog Leben mit Kindern Enttaeuscht vom Geschlecht Baby Schwanger


Dieser Tage las ich einen Artikel der mich sehr aufgeregt hat. Ich teile ihn hier nicht weil ich ihn einfach ganz schrecklich finde und nicht der Meinung bin, dass er noch mehr Aufmerksamkeit bekommen sollte *.
Es ging darum, dass die Schreiberin über alle Maßen enttäuscht darüber war, dass ihr Frauenarzt ihr eröffnete, dass sie statt des erhofften Mädchens vermutlich, eventuell, vielleicht einen Jungen bekommen wird (Es war noch zu früh das wirklich mit Gewissheit zu sagen, das kommt noch dazu!).
Darüber war sie so wütend, dass sie ihrer Trauer in dem Blogpost Ausdruck verleihen musste und vor sich hin überlegte, dass sie aber so unglaublich gern ein zweites Mädchen haben wollte. Sie fragte sich allen Ernstes, ob sie einen Jungen überhaupt lieben könnte.

Enttäuscht übers Geschlecht


Und ich frage mich ehrlich was das soll. Denn klar, ich kann verstehen dass man als Schwangere einen Wunsch hat was das Geschlecht des Kindes angeht. Ich kann auch nachvollziehen, dass man eventuell kurz enttäuscht ist, weil es eben nun scheinbar kein Mädchen sondern ein Junge wird. Noch dazu ist man vielleicht hormonell auch gerade etwas aus der Bahn und sagt deswegen unbedacht auch mal Sachen, die man vielleicht gar nicht so meint. Die schreibt man dann aber nicht für alle lesbar ins Internet!
Die Reaktion, die die Schreiberin da an den Tag legt, die finde ich unfassbar.

Viele klatschen Beifall


Gleichfalls unfassbar finde ich auch wieviele ihr im Netz beipflichten. Ja, auch sie wären enttäuscht gewesen weil es nicht ihr Wunschgeschlecht geworden ist. Aber klar, man arrangiert sich dann schon mit dem Ergebnis. Ich kann das kaum lesen weil ich das so schrecklich finde. Wir reden ja hier nicht davon, dass die Lieblingshose nun in rot geliefert wird, statt in blau. Sondern von unseren Kindern.
Wie gesagt, eine kleine Enttäuschung darüber, so im Stillen für sich oder unter Freund_innen und in der Familie geäußert, dass man doch lieber das andere Geschlecht gehabt hätte, das finde ich vollkommen legitim.


Mittwoch, 11. Januar 2017

Kaufen oder verbieten?

Runzelfuesschen Leben mit Kindern Elternblog Alltag Kaufen oder verbieten


Am Wochenende habe ich es schon kurz angerissen: Das Runzelfüßchen hatte einen Wunsch. Einen, nun ja, eher überflüssigen. Wir waren unterwegs und kamen auch in einem Geschäft vorbei, das Spielzeug im Programm hatte.
Wir waren auf der Suche nach einem Geburtstagsgeschenk für ein anderes Kind und das Runzelfüßchen lief durch die Gänge, sich selbst unterhaltend.

Mama, darf ich das haben?


Und dann sah sie es: Ihr neustes Objekt der Begierde. Ein kleiner Kuschelaffe in einer Tasche. Sie schnappte sich das Ding und leief freudestrahlend auf mich zu. "Mama, gucke mal. Das ist chic, oder?" Hmmm, ich überlegte. Das, was sie sich ausgesucht hat war ziemlich klein und irgendwie ja auch ganz niedlich.

Zwei Herzen schlagen in meiner Brust


Zudem weiß ich, dass meine Tochter Taschen LIEBT. Sie hat wirklich immer eine dabei und in der steckt in aller Regel mindestens ein Kuscheltier. Ihr neuster Fund war quasi perfekt. Und preiswert, das Ding war im Sale und kostete 3 Euro. (Was genau sagt das über die Herstellungsbedingungen aus?)
Dennoch überlegte ich, was ich denn nun antworten sollte.


Dienstag, 10. Januar 2017

Papa bloggt: Wo ist meine Mama?



Das Runzelfüßchen und ich lasen letztens ein Buch. Um genau zu sein, es war aus der Reihe "Die kleine Prinzessin". Eigentlich müsste mich der Name schon abschrecken, aber die Bücher sind besser als selbiger. In der Regel macht die kleine Prinzessin alltägliche Dinge, ist oft ein wenig frech und verhält sich nicht besonders "mädchenhaft" (was immer das auch sein mag). Auf jeden Fall fragt das Mädchen in dieser einer Geschichte immer nach der Mama. Das konnte meine Tochter nicht verstehen.

Wo ist die Mama? Wo ist denn der Papa?


Etwas tat weh, ein Monster unter dem Bett - die kleine Prinzessin wollte immer, dass ihre Mama zu ihr kam. Meine Tochter konnte das nicht begreifen: "Wieso fragt sie immer nach der Mama? Nicht nach Papa?" Eine gute Frage, die auch nicht wirklich beantworten konnte. Sollte ich sagen, dass Kinder "normalerweise" immer nach der Mama rufen? Oder dass die kleine Prinzessin einfach komisch ist? Beide Antworten haben mir nicht gefallen.

Sonntag, 8. Januar 2017

Vom Autofahren - das Wochenende in Bildern

Runzelfuesschen Leben mit Kleinkind und Baby Elternblog Leben mit Kind in Berlin



Dieses Wochenende waren wir viel unterwegs. Denn wir hatten einen Mietwagen. Und der wollte natürlich genutzt werden. Dazu gab es Schnee und Eis. Also im doppelten Wortsinne, denn wir haben es uns gut gehen lassen.

Samstag, 07. Januar 2017


Runzelfuesschen Leben mit Kleinkind und Baby Elternblog Leben mit Kind in Berlin
Der Morgen beginnt mit Malen. Also alles wie immer. Das Runzelfüßchen kennt aus dem Kindergarten Fasermaler und will die nun auch zuhause. Nicht immer nur die Buntstifte. Ich durchsuche unsere Wohnung und finde tatsächlich noch Stifte. (Äh, geht das nur mir so?)
Und bin ganz begeistert, denn auf der Packung steht, dass die Stifte auch mal drei Tage ohne Kappe rumliegen können ohne Auszutrocknen. Und auswaschbar sind. Eine wirkliche Empfehlung also.

Runzelfuesschen Leben mit Kleinkind und Baby Elternblog Leben mit Kind in Berlin
"Mama, das bist du!" Jupp, genau, ich erkenne mich da. Also fast.

Runzelfuesschen Leben mit Kleinkind und Baby Elternblog Leben mit Kind in Berlin
Dann machen wir einen Ausflug. Mit dem Auto. Das Runzelfüßchen schnappt sich ihre Puppe und weigert sich ihren Winteranzug anzuziehen. Und ich denke: Naaa gut. Es ist ja nicht sooo weit zum Auto. Zieh doch die Jacke von Reima (Achtung, Werbung!) an, die wir zugeschickt bekommen haben. Ich habe die Jacken und das Reima Go Prinzip auf einem Elternbloggerevent kennengelernt und bin von der Jacke tatsächlich sehr angetan. Weil sie so warm ist, dass das Runzelfüßchen im Schneegestöber jammerte, dass ihr so warm sei. Ich hätte die gern in meiner Größe, aber soweit produziert Reima leider nicht.
Habt ihr Lust, dass ich euch die Jacke noch mal näher vorstelle?

Freitag, 6. Januar 2017

Werbung: Familienhotel Elldus Resort

Runzelfuesschen Elternblog Erfahrungen Elldus Resort Oberwiesenthal


Für dieses neue Jahr wünsche ich mir ja neben Gesundheit vor allem eins: Reisen. Mit den Kindern! Ich will was sehen und erleben. Geht euch das auch so? Dann habe ich einen guten Tipp für euch.

Familienurlaub im Elldus Resort


Wir waren vor Kurzem im Elldus Resort in Oberwiesenthal. Und ich gebe zu: Ich war zunächst skeptisch. Denn: Das Elldus Resort ist ein Familienhotel. Ich dachte sofort: Oh nein, dann bin ich die ganze Zeit mit gaaaanz vielen anderen Familien zusammen und bin genervt von deren Kindern. Familienhotels kenne ich nämlich nicht, bisher waren wir mit dem Runzelfüßchen einfach immer in ganz normalen Hotels wo wir meist die Einzigen mit kleinen Kindern waren. Nun also ein Familienhotel.

Familienurlaub im Erzgebirge


Die Anreise aus Berlin war einfach und lustigerweise kenne ich Oberwiesenthal ziemlich gut, weil ich als Kind hier oft meine Winterferien verbracht habe. Und das, also die Winterferien, stelle ich mir im Elldus auch super schön vor. Da kann man nach einem Tag auf der Piste (der Fichtelberg ist in Laufweite) so richtig schön entspannen, wird im besten Falle bekocht und schläft danach behaglich ein. Und für die Kleinen ist auch gesorgt, die müssen nicht mal unbedingt mit auf die Piste, wenn sie nicht wollen.


Montag, 2. Januar 2017

Über motzende Mütter



Runzelfuesschen Elternblog Leben mit Kindern Motzende Mama


Wisst ihr, eigentlich geht es ja im Blog über die schönen Seiten am Leben mit Kind. Weil es so unendlich viel Schönes gibt, was wir mit den Kleinen erleben. Aber heute, heute muss ich mal über etwas Negatives schreiben. Weil ich das Gefühl habe, damit ganz allein zu sein. Dabei glaube ich, dass das eigentlich doch gar nicht stimmen kann. Deswegen hoffe ich schon jetzt, dass sich auch andere zu Wort melden und sagen: Ja, wir kennen das auch.

Krank an Weihnachten


Weihnachten waren wir krank. Erst mein Mann, dann ich. So richtig krank. Mit über 40 Grad Fieber, Gliederschmerzen, Schüttelfrost. Mit Übergeben und nichts Essen können. Und mit zwei kleinen Kindern und ohne Hilfe. Mein Mann und ich habe abwechselnd geschlafen, während der Andere in den saueren Apfel beißen musste und die Kinder bespaßen. Das Baby tat uns den Gefallen und schlief auch mal mit, aber das Runzelfüßchen wollte beschäftigt werden. Am liebsten auf dem Spielplatz. Wir aber konnten nicht, jede Bewegung war zuviel.


Mittwoch, 28. Dezember 2016

Pläne und Realität



An dieser Stelle wollte ich euch eigentlich von unserem schönen Weihnachtsfest erzählen. Von leuchtenden Kinderaugen und zuviel gutem Essen.
Aber alles was ich berichten kann handelt von Fieber, vom Übergeben und davon, dass wir den ganzen frischen Lebensmitteln beim Verwelken zusehen musste.

Wir sind alle vier krank, nach wie vor. Es gibt Zwieback und Wasser und Stillen und in den guten Momenten fürs Runzelfüßchen auch mal Zwieback mit Honig.
Ich wünsche euch, dass ihr gesund seid und bliebt.
Dass ihr zwischen den Jahren Zeit habt, das Jahr 2016 Revue passieren zu lassen (noch so ein Vorsatz den ich hatte)

Ich melde mich, wenn es uns besser geht. Bis dahin: Lasst es euch gut gehen!


Freitag, 23. Dezember 2016

Runzelfüßchens Wunschzettel



Weihnachten ist ja auch immer ein bißchen die Zeit der Wünsche. Als ich klein war hatte ich, gefühlt jedenfalls, 1000 Sachen, die ich gern haben wollte. Ich erinnere mich nicht mehr an Einzelheiten, wohl aber daran, dass ich seh viele Wunschzettel malte. Und immer weiter eingrenzte, bis ein "echter" Wunsch da war. Diesen Zettel mit meinem aufgemalten Wunsch übergab ich dann meinen Eltern, die das bitte irgendwie regeln sollten.

Wunschzettel für den Weihnachtsmann


Nun ist das Runzelfüßchen noch zu klein um ihre Wünsche auf einen Zettel zu malen (also ICH erkenne es jedenfalls nicht). Aber sie darf sich natürlich trotzdem etwas vom Weihnachtsmann wünschen. Wir haben sie also in den letzten Wochen oft gefragt, was sie gern haben möchte. Auch zu ihrem Geburtstag war das bereits Thema. Nun aber, wo alle Welt sich alles mögliche wünscht, da wollten wir ihr erneut die Chance geben ihrem Herzen Luft zu machen.


Montag, 19. Dezember 2016

Breitscheidplatz



Um 21:20Uhr kommt die erste Nachricht, von einer Leserin über Facebook. "Geht es euch gut?"
Ich bin verwundert, denn ich habe den Abend über zwar mit einer Freundin gechattet, aber nebenbei gearbeitet. Keine Nachrichten verfolgt.
Von nun an geht es im Minutentakt, in den sozialen Netzwerken, per SMS, per Mail. Und immer die gleiche Frage: Geht es euch gut?

Ich schaue in den Nachrichten was passiert ist. Mir bleibt kurz das Herz stehen. Das, was ich da lese, das kann, das darf doch nicht sein. Im "Heute Journal" wird vor falschen Anschuldigungen gewarnt. Vor voreiligen Schlüssen. Ich bin gar nicht in der Lage irgendwelche Schlüsse zu ziehen. Ich bin einfach nur erstarrt.


Geht es euch gut?


Pling, Pling, Pling: Geht es euch gut?
Ja, es geht uns gut. Körperlich jedenfalls. Wir sind unversehrt. Meine Kinder schlafen friedlich in ihren Betten, träumen von dem schönen Tag den sie hatten. Mein Mann schreibt an einem Post für den Blog und hört Musik, ich arbeite und freue mich auf unsere Pläne in 2017, von denen ich der Freundin erzähle.

Mit Kindern auf dem Weihnachtsmarkt


Und dann, diese Zäsur. Oberflächlich hat sich für mich ja nichts geändert. Aber tief drinnen, da eben schon. Denn wir waren heute mit dem Runzelfüßchen auf dem Weihnachtsmarkt. Sie hatte es sich sooo sehr gewünscht. Und wir auch. Zu viert auf den Weihnachtsmarkt. Als Familie. Endlich, Weihnachten zu viert. Mit allem was dazugehört. Zu viel Essen, zuviele Kekse, zuviel Weihnachtsmusik.