Dienstag, 17. Oktober 2017

Papa bloggt: Und wo bleibt Herr Annika?


Dieser Blog ist nach dem Runzelfüßchen benannt, weil das der Spitzname meiner Tochter ist und weil sie einfach zuerst auf der Welt war. Seit anderhalb Jahren haben wir ein viertes (oder fünftes, wenn die Katze mitgezählt wird) Familienmitglied und das heißt einfach Herr Annika. Und so wie man sich fragen könnte, wieso heißt der Blog denn nicht auch "Runzelfüßchen und Herr Annika", so frage ich mich immer, bekommt mein Sohn genug Aufmerksamkeit? Bekommt er genug Zeit von mir?

Nicht schreiben und trotzdem stattfinden


Ganz ehrlich: Herr Annika brauchte keine Aufmerksamkeit auf diesem Blog. Er hat genau so viel Spaß in seinem kleinen Leben mit seiner Schwester, seiner Mama und mir, ob ich über ihn hier schreibe oder nicht. Ich führe zwar keine Statistik, aber gefühlt schreibe ich öfters über Erlebnisse mit meiner Tochter oder über welche, die ich mit beiden zusammen erlebe. Aber dafür trifft Herr Annika natürlich keine Schuld. Als ich zu bloggen angefangen habe, war er noch nicht geboren. Und seitdem er auf der Welt ist, war seine Schwester natürlich auch immer da.

Sonntag, 15. Oktober 2017

Von Herbst und Büchern- das Wochenende in Bildern

Was war das für ein schönes Herbstwetter, oder? Wir waren viel unterwegs und am Sonntag habe ich ein paar (Blogger)freund_innen getroffen. Und die Sonne genoßen, natürlich.

Samstag, 14. Oktober 2017


Die Kinder schlafen aus. Also wirklich. So um 9.00Uhr sind Herr Annika und ich wach, das Runzelfüßchen und mein Mann klettern wieder zurück ins Bett und wir kuscheln. Dann stehen wir auf und ich besorge Brötchen. Vermutlich hat mich die Bäckerin schon vergessen geglaubt, so lange habe ich sie nicht mehr gesehen. Heute aber schon.

Anschließend packen wir ein Paket für eine Familie, die Zuwachs bekommen hat. Ich bin damit immer schrecklich spät dran, das Kind ist schon einen Monat alt. Aber naja, besser spät als nie. Und mir ist es immer wichtig auch was für die Mutter einzupacken. Was verschenkt ihr eigentlich so zur Geburt?

Und mal wieder gehts in die Bibliothek, Ritual ist Ritual. Das Runzelfüßchen wünscht sich diese Gesamtausgabe von Petzi, wohl auch, weil ich ja an euch Petzi- Bücher verlost habe. Wir nehmen das Buch nicht mit, es ist einfach zu schwer. Dafür aber jede Menge anderer Sachen, auch mal wieder ein Buch für mich. Ich merke nämlich, dass ich langsam auch mal wieder Zeit habe in einem Buch zu blättern und zu lesen. Und es gibt doch soooo viel zu entdecken. Ich jedenfalls kann ich Kinder verstehen, die sich beim Entscheiden für Bücher immer sehr schwer tun.


Freitag, 13. Oktober 2017

Kleinkindabteil im ICE4


Erfahrungen Kleinkindabteil Reisen mit Baby im Kleinkindabteil ICE ICE4

Neulich waren wir ja mit dem ICE4 unterwegs. Das ist ein neuer Zug, der zur Zeit auf der Strecke Berlin- Hamburg getestet wird. Und wir hatten das zweifelhafte Glück, das Kleinkindabteil austesten zu dürfen.

Pro und Contra Kleinkindabteil


An und für sich finde ich Kleinkindabteile eine gute Idee. Die Kinder haben Raum zum Spielen, Krümeln, Kind sein. Und es gibt eine Tür, die dafür sorgt, dass Eltern ihrem Nachwuchs nicht ständig hinterherlaufen müssen.
Andererseits ist es halt auch ein bißchen wie im Zoo. Die Kinder sind "eingesperrt" in einem extra Bereich, abgetrennt von all den anderen Menschen, denen sie potentiell auf die Nerven gehen könnten. Alles hat, wie so oft, zwei Seiten. Aber ich habe meinen Frieden mit diesem Abteil gemacht und versuche in der Tat immer dort zu reservieren wenn wir reisen. Denn so entgehe ich genervten Reisenden, die meine Kinder als zu laut empfinden.


Mittwoch, 11. Oktober 2017

Nachhaltig werden - die Challenge



Wie ihr wisst mache ich mir viele Gedanken darum wie wir alle nachhaltiger leben können. Was der kleinste Beitrag ist den jeder von uns beisteuern kann. Aber auch: Wie mache ich das mit meinen Kindern, wie vermittel ich ihnen, Werte, wie erkläre ich was mit der Umwelt geschieht. Wieso kaufe ich nicht 100 Plastikspielzeuge und wieso müssen wir jetzt die alten Schuhe vom Runzelfüßchen suchen, damit Herr Annika auch ein Paar Hausschuhe hat.
Ich bin wenig dogmatisch was meine Nachhaltigkeit angeht und ich gebe zu: Ich bin nicht perfekt. Ich habe da diesen Schuhtick, der nur in sofern nachhaltig ist, als dass ich die Schuhe Second Hand kaufe, weil die allermeisten Menschen die Schuhe dann doch nicht anziehen.

#Nachhaltigwerden 


Aber ich habe 100 Fragen und ganz oft keine Lösung. Oder ich werde mutlos, weil ich nicht glauben kann, dass ich die Einzige bin, die sich für Nachhaltigkeit interessiert. Das ist natürlich Quatsch, ich bin nicht allein, und ihr seid es auch nicht. Und weil ich glaube, dass man gemeinsam immer stärker ist als allein starten Susanne, Rachel und ich zusammen mit euch eine Challenge. Nachhaltigwerden heißt die, und sie wird uns und euch die nächsten vier Wochen begleiten.


Dienstag, 10. Oktober 2017

Werbung: Nintendo Switch - endlich wieder spielen





Ich war vielleicht 5 Jahre alt, als ich das erste Mal ein Nintendo-Spiel gesehen habe. In einem Urlaub mit meinem Eltern sah ich das erste Mal Donkey Kong auf einem Videospielautomaten. Später spielte ich irgendwann das erste Mal Ice Climber auf dem NES oder Super Mario World auf einem Super NES. Seitdem haben mich die Spiele von Nintendo nicht mehr los gelassen. Umso habe ich mich gefreut als ich das Paket mit einer Nintendo Switch aufmachen durfte.

Seitdem ich Papa bin, komme ich nicht mehr zum spielen


Als Papa mit zwei Kindern habe ich sehr wenig Zeit. Zumindest kam ich in den letzten Jahren kaum dazu, meine, mittlerweile ein wenig betagte, Wii oder mein 3DS anzuwerfen. Zudem konkurrieren meine Frau und ich um den gleichen Fernseher im Wohnzimmer. Wenn ich am Fernseher spiele, kann sie nicht Netflix schauen. Oder umgekehrt. Was mit der Switch auf jeden Fall geht: ich kann entweder mobil auf dem eingebauten Bildschirm spielen oder die Konsole über das Dock an den Fernseher anschließen und dort zocken. Vor allem: ich kann in der Regel das Spiel einfach pausieren und später dort weitermachen, wo ich aufgehört habe - wenn Herr Annika oder das Runzelfüßchen nach dem einschlafen Abends nach mir rufen.

Sonntag, 8. Oktober 2017

Von Ruhe und Geschirr - das Wochenende in Bildern



Dieses Wochenende hatten wir ganz viele Pläne und KEINEN davon umgesetzt. Muss man ja auch mal machen. Wir haben ein bißchen die Ruhe genossen die am Sonntag dann aber irgendwie vorbei war. Da gingen sehr viele Dinge zu Bruch. Nun ja, das Leben mit Kindern eben.
Ihr könnt das zweite Buchpaket gewinnen und ich verrate, wer das erste gewonnen hat. 

Samstag, 07. Oktober 2017

Wir gehen Frühstücken. Ich liebe das sehr, aber wir machen es eher selten, was vor allem an mir liegt. Da Herr Annika ja nach wie vor schlecht schläft schlafe ich am Wochenende meist aus. Sonst wäre das ehrlich gesagt alles nicht machbar. Deswegen frühstückt der Rest der Familie allein und macht sich einen schönen Vormittag. Diesmal nicht. Ich bin früh wach und wir gehen essen.

Danach gehts, wie jedem Samstag, in die Bibliothek. Das Buch hier finde ich lustig, die Kinder finden es total doof. Ich glaube, es ist eher für die Älteren gedacht. Nun ja. Wir werden trotzdem fündig.

Als Herr Annika Mittagsschlaf macht fahre ich mit dem Runzelfüßchen ein wenig shoppen. Sie braucht im Prinzip alles neu. Angefangen bei Gummistiefeln bis hin zu Strumpfhosen. Also alles, was ich nicht nähe, denn die Hosen und Pullis, die nähe ich lieber selbst. Sonst müsste das Runzelfüßchen am Ende solch einen Quatsch tragen. Ich bin tatsächlich immer wieder schockiert was es da so für Kinder gibt. (Obwohl ich das Shirt jetzt nicht sooo furchtbar finde.)

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Kinderbücher über den Tod

"Mama, was ist Tod?" - das fragt mich das Runzelfüßchen immer wieder. Es ist einfach ein Thema, das meine Dreijährige interessiert. Das fing Anfang das Jahres mit Benjamin Blümchen und dem Tod an, einer sehr unglücklichen Episode des Hörspiels.
Seit dem hat meine Tochter immer mal wieder Fragen dazu. Und auch eine Antwort: "Mama, können wir in der Bibliothek nachfragen?"

Kinderbücher über den Tod


Und genau das haben wir gemacht. Und wo wir schon mal da waren und einige Bücher empfohlen bekamen habe ich am Ende noch ein paar mehr Bücher rund um das Thema Tod, kindgerecht aufbereitet, mitgenommen. Wir haben, über Wochen hinweg natürlich, alle Bücher einmal angeschaut. Ich musste ja auch feststellen: Was findet eine Dreijährige wirlich gut? Nach zwei Monaten meinte meine Tochter dann: "Mama, ich weiß jetzt alles über den Tod. Können wir jetzt Bienen gucken?"

Tod in Kinderbüchern - es fehlt noch etwas


Das wird also spannend hier. Aber ich dachte mir ich bin ja vielleicht gar nicht allein mit der Suche nach Büchern, die Tod kindgerecht und behutsam erklären. Deswegen kommt hier eine Liste mit Büchern und dazu immer ein paar Worte von mir.
Was ich ganz generell mal festhalten muss: Tod scheint in Kinderbüchern etwas zu sein, dass meist nur alten Menschen passiert. Das finde ich sehr schade. Denn es ist nun mal traurige Lebensrealität, dass auch Kinder sterben, Eltern oder Tiere. In dem Bereich fehlen mir tatsächlich noch Anregungen, kindgerecht über den Tod zu sprechen. Auch was die Gründe für den Tod angeht, was jetzt sicher eher für Kinder über fünf Jahren wichtig ist, sind noch rar gesät.


Sonntag, 1. Oktober 2017

Große Bücherliebe - das Wochenende in Bildern



Dieses Wochenende waren wir in Hamburg. Und weil wir bereits am Freitag anreisten gibt es eine etwas längere Version vom Wochenende in Bildern. Und ach, was gewinnen könnt ihr natürlich auch. Wenn wir eine gute Zeit haben, dann sollt ihr das natürlich auch!

Freitag, 29. September 2017


Wir machen uns auf den Weg nach Hamburg. So irgendwie halbwegs pünktlich, wie das mit Kindern eben so ist. Ich habe am Abend zuvor noch diesen schönen Stoff gefunden und MUSSTE mir einfach einen Rock für die Reise draus nähen. Er hat sogar Taschen, denn nichts geht im Leben mit kleinen Kindern über Taschen. Die Kids sind aufgeregt, auch wenn sie keine Ahnung haben was wir da eigentlich machen. Das Runzelfüßchen freut sich auf die Bahnfahrt und ist gespannt auf die Wohnung, in der wir schlafen. Na, jeder hat so seine Präferenzen, nicht wahr.

Nach einem kurzen Schlenker um die Ferienwohung zu beziehen sind wir, mit etwas Verspätung, dann doch im Carlsen-Verlag angekommen. Die Kinder entdecken diese kleinen Pixifiguren, in denen immer gefühlt 100 Pixibücher liegen und räumen sie leer. Und ich wieder zurück. So geht das eine Weile, bis alle die Blogger_innen, die inzwischen eine Ralley durchs Verlagsgebäude absolviert haben, wieder zurück sind. Und dann gibts erstmal Brote. Der Carlsen-Verlag hat zum Bookfamilia-Tag geladen, einem Tag, an dem einige Blogger_innen den Verlag mal ganz genau kennenlernen dürfen und so ziemlich alles fragen, was es rund um Kinderbücher so zu wissen gibt. Seid gewiss, ich habe davon reichlich Gebrauch gemacht.
In einer Pause gab es Schlangen, eine Spinne und dieses Chamäleon zu bewundern. Dieser kleine Kerl hat das Runzelfüßchen und mich schwer begeistert. "Papa, guck mal, Mama hat einen Drachen auf dem Arm, kooooommmmmm!" rief meine Tochter so laut, dass es wirklich alle mitbekamen. Später hatte sie dann das Chamäleon auch auf dem Arm, das habe ich allerdings nur erzählt bekommen. Denn es gab eine ganz großartige Kinderbetreuung, bei der sich mein Kind so wohl fühlte, dass ich sie immer nur in den Pausen sah. In der Zwischenzeit lies sie sich vorlesen und stöberte nach Bücherschätzen.

Mittwoch, 27. September 2017

Ein Kleinkind stillen

Runzelfuesschen Kleinkind stillen Langzeitstillen Erfahrung Langzeitstillen


Herr Annika ist inzwischen ein Kleinkind von 16 Monaten und wird nach wie vor sehr gern gestillt. Er isst auch alles was stückig ist und er mit seinen kleinen Fingern greifen kann. Mein Baby, das er wohl trotzdem noch eine Weile sein wird, isst sehr gut, er gedeiht und wird kräftig, verschlingt manchmal eine genauso große Portion Nudeln wie seine Schwester. Und doch, in einem Alter in dem seine Schwester schon nicht mehr gestillt wurde, da verlangt er weiterhin nach Muttermilch.

16 Monatsbaby stillen


Er will an meiner Brust trinken, kuscheln, ruhen. Er will hier einschlafen, Energie und Liebe tanken. Manchmal zwölf- bis fünfzehnmal in 24 Stunden. Ich habe das mal interessehalber gezählt, aber nicht, weil daraus irgendeine Konsequenz erfolgt. Er möchte gestillt werden, also stille ich. Im Restaurrant, im Grünen, auf dem Spielplatz, im Kindergarten, wenn ich seine Schwester abhole. Mein Sohn bestimmt wann er diese besondere Nähe braucht und ich lasse das zu.
Es stört mich auch nicht,  dass es eben vergleichweise oft ist. Irgendwann wird mein Sohn nicht mehr gestillt werden wollen, den Zeitpunkt entscheidet er. Oder aber ich, vielleicht, weil es mir irgendwann doch zuviel ist. Soweit in die Zukunft kann ich nicht schauen um das nun schon festzulegen.


Dienstag, 26. September 2017

Papa bloggt: Politik und Kinder



Am Sonntag war es so weit: Um 18 Uhr schauten vier Erwachsene, wir hatten Freunde zu Besuch, wie gebannt auf das Smartphone mit Livestreaming - Hochrechnungen zur Bundestagswahl wurden präsentiert. Wir hätten auch den Fernseher anmachen können, aber vielleicht sollte man seine Kinder noch ein wenig von der Politik abschirmen und Herr Annika ist definitiv zu jung für Fernsehen. Es war schon schwierig genug, eine Wahlkabine zu besuchen, ohne dass beide Kinder zu viel Unordnung machten. Den ganzen Irrsinn einer Dreijähirgen zu erklären, ist auch nicht einfach.

Wählen ist eine erste Sache


Vielleicht hätten wir einfach Briefwahl machen sollen. Einerseits wäre der Wahlakt einfacher geworden. Andererseits konnte man sich die Entscheidung bis zum Schluss offen halten, um dann doch das zu wählen, was man auch vor vier Wochen hätte wählen können. Auf jeden Fall waren wir mit Kindern im Wahllokal. Wahllokal klingt so gemütlich, dabei ging es da eher zugig zu wie am Bahnhof. Viele Menschen, einige auch mit Kindern, standen in Schlangen an. Aber plötzlich ging es alles ganz schnell und ich hatte meine Unterlagen schon in der Hand. Leider hatte ich mich nicht richtig informiert: so lange ein Kind nicht lesen kann, darf es mit in die Wahlkabine kommen. So mussten Herr Annika und meine Tochter leider trotzdem jeweils bei einem Elternteil bleiben, bis der andere gewählt hatte. Das gefiel meiner Tochter überhaupt nicht - sie beschwerte sich und wäre gerne dabei gewesen, wie wir da unseren geheimen Dingen nachgingen. Wenn sie gesehen hätte, wie wir ganz lapidar Kreuze gemacht haben, hätte sie nur den Kopf geschüttelt. Und dafür standen die ganzen Menschen an?