Dienstag, 12. Dezember 2017

Papa bloggt: Wieso reden so wichtig ist



Mein kleiner Sohn Herr Annika ist ja gar nicht mehr so klein, sondert tapert auf seinen kleinen Füßen durch seine kleine Welt. Mitterweile redet er auch ein wenig mehr als "Papa",  ich kann nicht immer verstehen, was er sagen möchte, aber grundsätzlich bemüht er sich sehr. Was ich manchmal vergesse: auch wenn so ein kleines Wesen relativ wenig sagen kannn, so ein Kleinkind versteht doch ziemlich genau, was seine Mama oder ich ihm sagen wollen. 

Wenn Mama oder Papa einfach mal gehen


Als wir vor kurzem im Urlaub waren und die Donau mit einem Schiff bereisen durften, reisten wir mit dem Auto an. Dabei fuhren wir erst zu einem Parkhaus, um von dort mit anderen Gästen mit einem Bus zu unserem Schiff gefahren zu werden. Ich hatte die Familie vor dem Parkhaus mit all dem Gepäck abgestellt und wollte das Auto ins Parkhaus fahren. Und ich wollte natürlich wieder schnell zurück sein. Als ich wiederkam, oder besser, schon als ich aus dem Auto ausstieg, konnte ich meinen Sohn lauthals schreien hören. Ich hatte den größten Fehler gemacht, den ich fast machen konnte. Ich hatte meinem Sohn nicht "auf Wiedersehen" gesagt und ihm erklärt, dass ich wiederkommen würde. Seinen Frust ließ er natürlich bei meiner Frau aus, die mich mehr als strafend anblickte, als ich wiederkam. Nachdem ich wieder da war, war die Welt natürlich wieder schnell in Ordnung.

Sonntag, 10. Dezember 2017

Von Herzmomenten - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende waren wir bei Verwandten zu Besuch. Es war ziemlich viel Strecke für irgendwie viel zu wenig gemeinsame Zeit. Und doch denke ich gerade nach diesem Wochenende: Es gibt so Herzmomente, die viel wichtiger sind als alles andere.

Samstag, 09. Dezember 2017


Könnt ihr das Flugzeug erkennen? Damit beginnt der Tag. Flugzeuge gucken. Und die Verwandten besuchen. Wir sind am Freitag losgefahren, sieben Stunden lang. Und lang meine ich wirklich im Wortsinn. Die Kinder hatten keine Lust, das Runzelfüßchen probierte noch, ihrem Bruder die Reise schmackhaft zu machen. "Weißt du, ich habe auch keine Lust, aber dafür sehen wir ja unsere Lieben". War meinem Sohn schnuppe. Aber als er dann alle Verwandten erblickte, da war er dann versöhnt. Als wir nach dem Frühstück gemeinsam spazieren gingen und Flugzeuge sahen, war seine Welt vollends wieder in Ordnung.

Sehr begeistern konnten sich meine Kinder auch für diesen Bahnübergang. Das gibt es in Berlin ja nicht sooo oft, Bahnübergänge mit Schranken und Andreaskreuz und all dem Zipp und Zapp. Was waren sie froh, dass wir gleich zweimal stehen bleiben mussten.

Dann ging es auf den Spielplatz. Es war schon ziemlich fröstelig, aber das störrte die Kinder natürlich überhaupt nicht. Ich war mächtig beeindruckt von meiner Tochter. Diese Scheiben an der Kette, die drehen sich auch noch und es eine ziemlich gute Balancierübung. Beim ersten Versuch rief sie nach Hilfe und ich unterstützte, beim zweiten Mal schon sehr viel weniger, das dritte Mal absolvierte sie komplett allein, was ihr erst auffiel als sie auf der anderen Seite angekommen war. Ich finde diese kindliche Begeisterung und Lernbereitschaft so wahnsinnig toll.

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Privatheit im Netz: Ist das deine Tochter?



Neulich las ich einen Reisebericht in der Zeitschrift "junge Familie". Das Magazin hatte ich auf der Babywelt-Messe mitgenommen, auch, weil ich ja gern schaue was so los ist in der Medienwelt.
So besonders toll fand ich die Ausgabe 5/2017 wahrlich nicht, aber ich möchte trotzdem darüber berichten.

Reise duch China - mit Baby im Gepäck


So, also zurück zum Reisebericht. Eine Familie, bestehend aus Mutter, Vater und Kind machte sich auf nach China. Die acht Monate alte Tochter war, das schreib die Frau sehr begeistert, der totale Mittelpunkt und die Chinesen machten jede Menge Fotos. Und die Mutter berichtete, dass sie nach der ersten Station mehrere hundert Kilometer weiter reisten und dort angesprochen wurden. Eine wildfremde Chinesin sprach sie an zückte ihr Telefon und zeigte der Familie, dass eine Freundin ihr das Foto des kleinen Mädchens geschickt hätte. Die Autorin in der Geschichte freute sich, dass ihre Tochter so bekannt war. Wie klein die Welt doch sei.

Dienstag, 5. Dezember 2017

Papa bloggt: Wie mit Kindern die Weihnachtszeit wieder schön wurde

Adventskerze

Ich hatte eine längere Zeit ein ambivalentes Verhältnis zu Weihnachten. Während viele Menschen sich schon über die Spekulatius Ende September beschweren und der ganze Konsumwahn mehr als fragwürdig ist, war Weihnachten für mich immer auch das Fest, an dem die Familie zusammen kommt. In der man Zeit für Gespräche, für Essen und auch für sich hat. Weihnachten war für mich immer gleichbedeutend mit meinen Eltern. Seitdem ich Weihnachten nicht mehr mit ihnen feiern kann, war das Fest für mich irgendwie leer. Und langsam wird diese Leere wieder durch Leben gefüllt - durch meine Kinder.

Weihnachten ohne Eltern


Es gibt wahrscheinlich kaum eine Zeit im Jahr, in der man sich auch an seine Kindheit und seine Eltern erinnert. Wie war Weihnachten früher mich? Welche Traditionen gilt es zu erhalten? Welche Traditionen waren vielleicht nicht so schön und werden durch anderes ersetzt? Seitdem ich Kinder habe, möchte ich auch, dass sie glückliche Tage verbringen, sich über Adventskalendar freuen oder den Nikolaus begrüßen. Auch über zwei Jahre nach meinem alten Artikel, ist es noch immer Mist, so wenig Großeltern für das Runzelfüßchen und Herrn Annika zu haben. Ich wünschte, sie wären noch da, sie würden zusammen mit uns Weihnachten verbringen und sie könnten sehen, was für tolle Enkelkinder sie haben.


Sonntag, 3. Dezember 2017

Von Achtsamkeit - das Wochenende in Bildern


Dieses Wochenende war ich im Prinzip mal ganz für mich. Und es war sooo gut. Und wichtig. Und komisch. Und gut. Aber der Reihe nach.

Samstag, 02. Dezember 2017


Ich mache mich morgens mit dem Runzelfüßchen auf den Weg zu den Großeltern. Sie möchte dort den Tag verbringen, Oma hatte Plätzchen backen in Aussicht gestellt. Und ich mache mich auf den Weg zu meinem Kurs. Den hatte ich im allergrößten Stress der letzten Wochen gebucht und fürchtete, dass ich ihn absagen muss,  weil ich selbst krank geworden bin. Aber ich will unbedingt teilnehmen und fühle mich am Samstag früh wieder fit genug dafür.

Angekommen in der Volkshochschule. Mein MBSR (Mind based stress reduction)- Kurs beginnt. Samstag und Sonntag je sieben Stunden lang geht es darum, dass ich, gemeinsam mit anderen Kursteilnehmer_innen Meditationstechniken lernen, lerne auf mich zu achten und achtsamer durchs Leben zu gehen. Das klingt reichlich esotherisch und bei der Begrüßungsrunde bin ich ehrlich skeptisch, ob das was für mich ist. Eine Freundin hat mir von ihrem Kurs erzählt und ich dachte: Och, ein Wochenende nur für mich, da ist der Kurs ja fast egal. Also habe ich gebucht, auch, weil der Kurs mit 45€ sehr viel preiswerter ist als das 8 Wochen-Programm.

Ich weiß gar nicht wie sehr ihr an diesem Kurs interessiert seid. Ich berichte mal ein bisschen und ihr könnt ja mal kommentieren, ob ihr gern mehr wissen wollt.
MBSR zeigt einen Weg wie wir Stress reduzieren können indem wir achtsamer mit uns selbst und anderen sind. Es geht aber nicht darum das irgendwie mal zu machen und dann wieder zu lassen, sondern wirklich langfristig etwas im Leben zu ändern. Zunächst ganz klein, den auch eine kleine Veränderung bewirkt viel. Etwas, das bei mir hängen bleibt ist die "Rosinen"-Übung. Wir bekommen drei Rosinen und sollen sie mit all unseren Sinnen erforschen. Am Anfang finde ich es total merkwürdig mir die schrumpeligen Dinger nun noch extra genau anzugucken. Dann entdecke ich, dass ich Rosinen hören kann. Als es ums Riechen und Schmecken geht breche ich die Übung aber ab. Ich stelle nämlich fest, dass ich Rosinen nicht mag. Und bin total überrascht davon wie genau mir mein Körper da Signale gibt, dass er das ganz absolut nicht möchte.
Das ist schon mal eine wichtige Erkenntnis für mich: Mehr auf meinen Körper hören, der weiß nämlich ganz gut Bescheid. Wenn ihr wollt, probiert es doch einfach mal aus, so ganz für euch allein.


Mittwoch, 29. November 2017

Geschenk für Erzieher_innen - Handwärmer schnell selbst gemacht

Handwärmer selbst nähen Geschenk für Erzieher DIY Runzelfuesschen Geschenk nähen
Weihnachten steht bevor und damit, jedenfalls bei uns, auch die Frage, was wir den Erzieher_innen im Kindergarten schenken. Die machen so einen tollen, wichtigen Job, dass ich ihnen einfach eine kleine Freude machen will. Denn für mich gehts an Weihnachten auch darum eben zu zeigen wie dankbar ich anderen bin.
Jedenfalls wollte ich keine Schokolade schenken, ich denke, das bekommen sie irgendwie immer. Und auch all die anderen kleinen Verlegenheitsgeschenke mochte ich nicht so gern. Und dann kam der Zufall ins Spiel.
Das Runzelfüßchen wollte, dass ich ihr kleines Wärmkissen aufheize und ihr auf den Bauch lege. Leider hat es ein kleines Loch. Ich hätte es nähen können... aber....

Handwärmer als Weihnachtsgeschenk


Ich dachte: Ha, ein Zeichen. Daraus mache ich jetzt Handwärmer für die Erzieher_innen. Und das ist so einfach, auch für die unter euch die keine Nähmaschine haben. dass ich es einfach mit euch teilen muss. Es ist natürlich nicht nur eine Geschenkidee für Erzieher_innen, ich glaube ehrlich gesagt, dass sich fast jeder über Handwärmer freut. Ich jedenfalls hab, als ich die Modelle für diesen Beitrag produzierte, gleich noch ein paar mehr gemacht.
Die Kinder haben im Winter kalte Hände im Lastenrad, meine Freundin beim Kinderwagen schieben und ich selbst auch. 

So, genug der Rede, jetzt gehts los. Glaubt mir, ich schwindel nicht, es ist wirklich super einfach!


Sonntag, 26. November 2017

Von Büchern - das Wochenende in Bildern

Dieses Wochenende war wahrlich eines rund ums Buch. Wir waren nämlich zur BuchBerlin-Messe eingeladen. Und weil ich ja seit Tagen mit krankem Kind zuhause war habe ich, das muss ich gestehen, ein wenig die Flucht ergriffen.
Das Gute ist, auch für euch habe ich was von der Messe mitgebracht. Schaut mal am Ende vom Post, das gibts einen traumhaften Gewinn.

Samstag, 25. November 2017


Es regnet in Strömen. Die Nacht war doof und als das Runzelfüßchen und ich das Haus Richtung Buchmesse verlassen werden wir von mehreren Autos nassgespritzt. Die Laune ist zumindest bei mir also eher "geht so".
Das Runzelfüßchen aber freut sich. Wir fahren nämlich zur Messe weil Klaus Baumgart, der Erfinder von "Lauras Stern" eine Lesung hat. Das kann sich meine Tochter nicht entgehen lassen. Also schmeiße ich mich in die Klamotten und wir trotzen dem Regen.

Das ist er, Runzelfüßchens neuer Freund. Klaus, wie das Runzelfüßchen ihn selbstverständlich nennt, liest aus einem "Lauras Stern" Buch vor und die Kinder freuen sich so. Leider sind es nur vier, was ich sooo schade finde. Die Location, auf einem echten Schiff, ist für das Runzelfüßchen natürlich auch ein Highlight. Ich beobachte meine Tochter, die erst auf meinem Schoß sitzt und dann herunterklettert um sich direkt vor Klaus zu setzen.
Ich freue mich derweil, dass ich Anne treffe. Sie lief im Estrel, dem Veranstaltungsort auf mich zu und meinte "Ich kenne dich". Ich kann euch gar nicht sagen was das für ein komisches Gefühl war. Aber Anne ist so herzlich, dass es nicht eine Sekunde unangenhem war. Dass sie auch die Lesung auf dem Leseschiff betreute war für mich ein doppelter Gewinn.

Weil es so wenig Kinder sind bekomme die Kinder auch ein Geschenk. Also für die CD mussten sie eine Frage beantworten und die fürs Runzelfüßchen war gar nicht so leicht. Wir haben hier zuhause bis jetzt nur "Das Lampionfest", weil Susanne uns das Buch mal geschickt hat. Das aber lesen wir regelmäßig. Also drehte sich auch die Frage natürlich um das Buch. Und meine Tochter war so stolz, als sie, mit ein bißchen Hilfe, die fast richtige Antwort wusste. Klaus Baumgart hat sie so beeindruckt, dass sie später nach einem anderen Vortrag für Erwachsene, zu ihm ging um sich von ihm zu verabschieden.


Freitag, 24. November 2017

Rose Revolution Day - (auch) ein Buchupdate



Der Rose Revolution Day erinnert seit 2013 jedes Jahr am 25. November an die Gewalt, die Frauen unter rund um eine Geburt erleiden. Manche gehen zu den Kreißsäalen und versuchen mit Hebammen und Ärzten ins Gespräch zu kommen, andere legen eine Rose vor dem Kreißsaal nieder. Es ist eine eher stumme Revolution, die deswegen aber nicht minder wichtig ist.
Und sie befasst sich auch nicht ausschließlich nur mit Gewalt unter der Geburt. Hier tritt sie leider gehäuft auf, aber die Rose Revolution wendet sich auch an all jene Frauen, die vor der Geburt oder im Wochenbett Gewalt erfahren haben.

Mein Geburtsbuch


Eigentlich sollte heute mein Buch erscheinen, so war Anfang August mein Plan gewesen. Und jetzt muss ich euch sagen: So schnell geht es dann leider doch nicht. Ich war und bin überwältigt von eurem Engagement. Mehr als 140 Geburtsberichte sind eingegangen, noch immer schicken Frauen ihre Berichte. Und noch immer haben nicht alle von euch eine Rückmeldung bekommen, weil ich es schier nicht geschafft habe, mit meinem Job, dem Blog und einem Kind im Homeoffice alles zu wuppen. Denn ja, ich will ja auch, dass das gut wird. Nicht mal so eben husch, husch.


Mittwoch, 22. November 2017

Werbung: Be you - seid die besten Eltern, die ihr sein könnt (mit Gewinnspiel)


"Hör auf dein Bauchgefühl" - das ist der wohl beste, wichtigste Rat den ich für das Leben mit Kindern bekommen habe. Obwohl das eigentlich so logisch, so naheliegend ist habe ich das Gefühl, dass wir Eltern das vielleicht doch das ein oder andere Mal gesagt bekommen müssen. Damit wir nicht auf die Idee verfallen uns ständig zu vergleichen oder irgendwie reinquatschen zu lassen.
Wir sind die besten Eltern für unsere Kinder, in den allerallermeisten Fällen (also ich klammere hier natürlich bewusst aus, dass Eltern ihren Kindern schaden, durch physische oder psychische Gewalt)

Selbstvertrauen ist gar nicht so einfach


Sei doch du selbst, vertrau dir, das ist aber gar nicht so einfach. Denn schon in der Schwangerschaft erfahren wir Frauen doch, dass irgendwie nichts dem Zufall überlassen wird. Da wird gemessen, überprüft und in Statistiken gedacht. Das Bauchgefühl wird eher ignoriert.
Gleiches gilt für Geburten. Aufgrund des Hebammenmangels ist eine liebevoll abwartende 1:1 Betreuung doch heute eher die Ausnahe als die Regel. Hebammen die zwei, drei Frauen gleichzeitig betreuen können uns aber nicht darin bestärken uns selbst zu vertrauen. Stattdessen werden wir an Monitore angeschlossen, überwacht. Ist sicher besser so.


Dienstag, 21. November 2017

Papa bloggt: Grundsätzlich habe ich nichts Kinder, aber...


Flusskreuzfahrt
Wir waren letztens auf der Donau unterwegs. Andrea wird mit Sicherheit noch darüber schreiben, aber wer Runzelfüßchen bei Facebook oder Instagram folgt, wird es auch gelesen haben. Die Familie hatte eine 5-tägige Flusskreuzfahrt gemacht. Während die Fahrt mit dem Schiff mir toll gefallen hat, gab es doch Momente, wo wir als Familie anderer Gäste eventuell gestört haben. Seitdem frage ich mich: Sind wir als Gesellschaft wirklich so kinderfeindlich oder übertreibe ich einfach?

Essen gehen auf dem Schiff


Das Tolle auf einem Schiff ist: man muss sich als Familie um fast nicht kümmern. Die Betten werden gemacht, es räumt jemand die Kabine auf, man kommt regelmäßig in anderen Städten an und es gibt mindestens dreimal am Tag etwas zu essen. Restaurantbesuche sind mit kleinen Kindern manchmal ein wenig schwierig. Sie sind oft lauter als andere, sie kleckern, sie verschütten mal was und sie haben Problem "still" zu sitzen. Das kann manchmal ganz schön stressig sein. Aber bei dieser Reise waren meine Kinder "vorbildlich". Vielleicht lag es auch daran, dass wir Eltern einfach entspannt waren. Manchmal hilft das ja. Es waren auch andere Kinder an Bord und ich fand, dass es trotzdem nicht besonders trubelig war. Leider sahen das nicht alle so.