Freitag, 21. Juli 2017

Alles Frozen oder was?





"Mama, guck mal, da ist Elsa!"
Ähm ja, woher genau weiß meine Tochter das, fragte ich mich. Und kam zu dem Schluss: Sie weiß es eigentlich gar nicht. Denn ja, in ihrem Kindergarten tragen andere Kinder Shirts, Rucksäcke, Haarspangen mit dem Antlitz dieser schrecklichen Frozen- Fratzen. Disney-Mädchen. Meine Tochter aber hat den Film nicht gesehen (wir Eltern übrigens auch nicht), sie besitzt NICHTS von "Frozen" (und das soll auch so bleiben) und sie weiß auch überhaupt nicht was das eigentlich alles sein soll.

 Kinder und Trends


Das Runzelfüßchen weiß nur: Das da, das könnte Elsa sein. Oder die andere, Dings hier, wie auch immer die nun wieder heißt. Ich verweigere mich diesem Hype komplett. Wie ich auch die Minions schon spurlos habe an mir vorüberziehen lassen. Oder Pokémon. Oder Peppa Pig. Ja, ich weiß, die Zeit wird kommen in der ich der Vermarktungsmaschinerie eben nicht mehr entkommen kann, weil die Peergroup, ihre Freundinnen und Freunde übernommen haben. Bis dahin aber bleibe ich standhaft.


Mittwoch, 19. Juli 2017

Privatheit im Netz: Rechtliche Aspekte

Privatheit im Netz Kinderfotos im Netz Interview Stephan Lahl Daddydahoam Runzelfuesschen

Ich habe Stephan von daddydahoam auf der denkst kennengelernt und wir kamen super ins Gespräch. Nicht nur, aber eben auch über das Thema "Fotos im Internet". Und weil er sich mit all den rechtlichen Aspekten so viel besser auskennt als ich, da habe ich mal für ein Interview bei ihm angefragt. Hier sind die ziemlich aufschlusreichen Antworten

Lieber Stephan, stell dich doch einfach mal vor. Was macht dich denn zum idealen Interviewpartner für das Thema „Recht am eigenen Bild?“

Hallo Andrea, zunächst vielen Dank für die Intervieweinladung. Ich bin das, was unser Rechtssystem als Volljuristen bezeichnet. Anders als die Masse meiner Kollegen entschied ich mich aber vor vier Jahren gegen den klassischen Anwaltsberuf und ging zum in Deutschland größten juristischen Fachverlag C.H.BECK nach München.
Dort fülle ich mehrere Funktionen aus, unter anderem die des Communitymanagers einer großen juristischen Onlinecommunity (beck-community) mit mittlerweile 35 Bloggerinnen und Bloggern, die für den Verlag zu den verschiedensten Rechtsthemen bloggen.
Ich habe mich im Studium und der Referendarausbildung – so gut es der Ausbildungsrahmen zuließ – auf das Medienrecht konzentriert und unter anderem drei Monate bei der Rechtsabteilung der Zeitung mit den vier großen Buchstaben verbracht. Dort spielten – wie der Name der besagten Tageszeitung vermuten lässt – „Bildrechte“ in jeglicher Form eine große Rolle, auch das sogenannte „Recht am eigenen Bilde“, wie es bei den Juristen heißt. Es handelt sich dabei um ein erstaunlich altes und nahezu unverändertes Recht. Ich greife bei dem Thema auf mein erworbenes Ausbildungswissen zurück, habe die Entwicklungen aber auch aus persönlichem Interesse in den vergangenen Jahren weiterverfolgt.


Dienstag, 18. Juli 2017

Papa bloggt: Müssen Kinder höflich sein?

Republica 17

Eines kann ich schon vorweg schreiben: Herr Annika ist erst ein Jahr alt und muss noch nicht höflich sein. Wie denn auch, er kann ja noch gar nicht richtig reden. Aber irgendwie stimmt das nicht ganz: er sagt zwar noch nicht "danke" und "bitte", aber er soll auch nicht der Katze unhöflich am Schwanz ziehen oder seiner Schwester das Spielzeug wegnehmen. Sachen wegnehmen gilt nirgendwo und in keinem Alter als höflich. Ich meine eher den Umgang mit anderen Menschen und auch sogenannte Höflichkeitsfloskeln wie danke und bitte. Ist das überhaupt wichtig und sollte ich bei meinen Kindern darauf achten?

Die Familie im Treppenhaus


In unserem Haus wohnt eine Familie, die nicht besonders freundlich ist. Eine typische Begegnung mit dieser Familie sieht wie folgt aus: meine Tochter und ich gehen im Hausflur die Treppe runter. Zuerst kommt uns das erste Kind der Familie entgegen, etwas 12 Jahre alt. Das Runzelfüßchen und ich sagen "Guten Morgen", aber das Kind schaut uns mit leeren Augen an. Dann kommt das jüngere Geschwisterkind uns entgegen, ca. 10 Jahre alt. Es sagt auch nichts auf unsere Begrüßung. Dann kommt die Mutter als letztes die Treppe hoch. Aber von ihr hören wir natürlich auch keine Antwort auf unser "Hallo". Wir hatten nie eine Streit, nie ein böses Wort miteinander gesprochen. Eher im Gegenteil, wie haben Pakete für unsere Nachbarn entgegengenommen. Die Tür aufgehalten, wenn sie gleichzeitig aus dem Haus oder hineingingen. Wir leben seit fast 10 Jahren im gleichen Haus, aber "zurückgrüßen" geht nicht. Ich dachte sehr lange, wir hätte einmal etwas falsch gemacht. Irgendwann wurde mir klar: das ist einfach eine unhöfliche Familie. Und so wollte und will ich nie sein.


Sonntag, 16. Juli 2017

Viele Gedanken - das Wochenende in Bildern

Runzelfuesschen Elternblog Leben mit Kindern Mit Kindern in Berlin

Dieses Wochenende war einerseits total turbulent, andererseits sehr sehr ruhig. Mit vielen Gedanken und Gefühlen. Ein bißchen wirr, aber so ist das Leben eben manchmal, oder?

Samstag, 15. Juli 2017


Runzelfuesschen Elternblog Leben mit Kindern Mit Kindern in Berlin
Der Tag beginnt mehr oder weniger in einem Wartezimmer. Die Nacht war schrecklich, eins der Kinder irgendwie immer wach. Herr Annika, weil das eben so seine Art ist, das Runzelfüßchen weil sie Schmerzen hatte. Insgesamt habe ich vielleicht 3 Stunden geschlafen, so im 15 Minuten-Takt. Es ist nicht leicht und doch muss ich natürlich stark sein. Das Runzelfüßchen hat Angst vor dem Arzt, natürlich. Es ist nicht ihr Kinderarzt sondern ein vollkommen fremder, der ihre sie untersucht. Am Ende ist klar: Sie hat sich den Arm gebrochen.

Runzelfuesschen Elternblog Leben mit Kindern Mit Kindern in Berlin
Es dauert natürlich sehr lange beim Arzt, was all unsere Pläne für den Vormittag über den Haufen wird. Das Gute aber ist: Der Gips hilft dem Runzelfüßchen sofort, sie hat keine Schmerzen mehr und ist sogar ein bißchen stolz auf das Ding. Und ich bin wirklich stolz auf sie, weil sie den neuen Arzt, die Umgebung, das Röntgen so wahnsinnig gut gemeistert hat.
Wieder zuhause muss ich backen, wir sind am Nachmittag auf einer Hochzeit eingeladen und ich versprach einen tollen Kuchen. Herr Annika möchte helfen, auf seine Art. Beim wem sieht das bitte auch so aus, diese 20 verschiedenen Schüsseln?

Runzelfuesschen Elternblog Leben mit Kindern Mit Kindern in Berlin
Da ist er, mein Kuchen. Ist nämlich keiner geworden, sondern sehr leckere Pfirsich-Muffins mit Jogurt. Das Runzelfüßchen wünschte sich etwas Dekoration, sieht doch auch gut, aus, oder? Ich habe mich tatsächlich kurz schlecht gefühlt, weil alle anderen Anwesenden mit Torten glänzen. Aber wisst ihr was: Meine Muffins sind beinahe sofort verschwunden. Sie schmeckten also und das ist die Hauptsache.


Freitag, 14. Juli 2017

Zuckerarmer Kuchen für Kinder


Zuckerarmer Kuchen fuer Kinder Rezept Kinderkuchen Zuckerarm Backen fuer Kinder Runzelfuesschen Goetterspeisekuchen
Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber ich LIEBE Kuchen. Und ich backe ihn auch wahnsinnig gern. Nun ist es nur so: Mit zwei kleinen Kindern ist das manchmal gar nicht so einfach. Nach wie vor halte ich ja auch an der zuckerfreien bzw. zuckerarmen Ernährung der Kinder fest. Das sind so die Ausgangsbedingungen für einen super einfachen, zuckerarmen Kuchen bei dessen Zubereitung die Kinder so gar helfen können. Hier kommt also mein Rezept für einen Kuchen aus dem Kühlschrank!

Alles was ihr braucht sind Frischkäse, Götterspeise und Löffelbiskuit. Klingt gut, oder? Obwohl ich lustigerweise in meinem gesamten Erwachsenenleben einen großen Bogen um Götterspeise gemacht habe. Irgendwie weiß ich inzwischen gar nicht mehr warum, denn mannomann ist das lecker. Das Runzelfüßchen und ich haben die festgewordenen Reste einfach als "gesunde" Gummibärchen gegessen.


Mittwoch, 12. Juli 2017

Meine Zeit ist wichtiger als deine

Runzelfuesschen Elternblog Leben mit Kind in Berlin Arztbesuch mit Baby


Ich war beim Arzt, eine Routineuntersuchung. Es war aber ein neuer Arzt, also einer den ich noch nicht kannte. Da bin ich immer ein wenig gespannt, denn ja, für mich muss, gerade bei Routinesachen, die Chemie stimmen. Denn bei speziellen Problemen toppt Fachwissen auch mal Empathie oder Freundlichkeit, aber bei einer schnöden Untersuchung, da sollte der Arzt /die Ärztin doch bitte nett sein.

Windelwechseln beim Arzt


Nun, ich war also mit Herrn Annika im Wartezimmer und es kam, was bei Babys eben so kommt: Er rumste in die Windel. Die ich natürlich wechseln wollte. Einen Wickeltisch hatte ich nicht erwartet, auch wenn im Wartezimmer viel Spielzeug lag, es ist eben kein Kinderarzt. Ich schnappte mir meinen Sohn und ein Kissen für seinen Kopf und wechselte die Windel auf der (mitgebrachten Wickelauflage) auf der Toilette auf dem Boden. So weit, so gut. Ich warf die Windel in den kleinen Mülleimer, zog meinen Sohn an, wusch mir die Hände. Und erblickte DAS Schild.

Nun gut, Windel wieder aus dem Mülleimer gefischt, zum Glück war da nichts anderes drin und mal freundlich am Tresen nachgefragt was ich denn damit jetzt machen soll. "Nehmen Sie das bitte mit. Das ist IHR Müll, den entsorgen wir nicht für Sie."
Öhm, ok, die zartgeknüpften Bande zwischen der Arzthelferin und mir bröckelten..


Dienstag, 11. Juli 2017

Papa bloggt: Ein frohes Ende der Elternzeit?

Ich hatte acht Monate Elternzeit für Herrn Annika. Für manche Menschen in meinem Umkreis waren acht Monate eine unvorstellbar lange Zeit, in der ich nicht arbeiten musste. Wobei "arbeiten" das falsche Wort ist. Ich musste acht Monate nicht meinem regulären Beruf nachgehen, sondern war für meinen Sohn und natürlich auch meine Tochter da. Jede Elternzeit hat irgendwann ein Ende. Das ist bei mir nun auch der Fall. Aber bin ich froh, wieder zu meinem alten Arbeitsplatz zurückzugehen?


Hast Du denn überhaupt richtig Elternzeit gemacht?


Als ich Bekannten, Freunden und Kollegen gesagt hatte, dass ich acht Monate Elternzeit machen würde, wurde ich mehrere Fragen gefragt, die mir selber gar nicht so in den Sinn gekommen wären. Die eine Frage war, ob meine Frau denn in der Zeit auch arbeiten "geht". Während Selbstständigkeit mit Sicherheit sehr viele Nachteile hat, einen Vorteil hat es für meine Frau. Sie muss nicht irgendwo jeden Tag "hingehen", sondern kann arbeiten, prinzipiell wo und wann sie will. Aber nur, weil sie dadurch auch öfters zu Hause war, hatte sich für mich wenig geändert. Ja, meine Frau hat meinen Sohn gestillt, aber die restliche Care-Arbeit war meine Aufgabe, die ich mir auch nicht nehmen lassen wollte.

Sonntag, 9. Juli 2017

Von Planänderungen - das Wochenende in Bildern

Runzelfuesschen Elternblog Lastenrad fuer Familie Leben in Berlin
Dieses Wochenende hätten wir uns am besten gevierteilt. Wir hatten SOOOO viele Pläne, wollten soviel machen. Und endeten dann mit einem ganz reduzierten Programm. Was total schön war. Weil wir uns von den Kindern haben leiten lassen.

Samstag, 08. Juli 2017


Runzelfuesschen Elternblog Lastenrad fuer Familie Leben in Berlin
Die Nacht war furchtbar. Herr Annika hatte keine Lust auf Schlafen, seine Schwester auch. Ich fühle mich sehr, sehr kaputt und bleibe liegen, während alle anderen schon aufstehen. Herr Annika mal sein erstes Bild.

Runzelfuesschen Elternblog Lastenrad fuer Familie Leben in Berlin
Wir haben große Pläne. Denn ich kann mich mit dem Gedanken an einen Fahrradanhänger einfach nicht anfreunden. Und deswegen suchen wir ein Lastenrad. Unser erster Weg führt uns zur ersten Probefahrt. Ich bin ziemlich angetan, das Runzelfüßchen jauchzt die ganze Zeit. Herr Annika will nicht mit aufs Lastenrad, der ist nämlich jetzt müde. Klaro. Aber so kann man es ja auch testen, irgendwie. Das Rad färt sich super, die Beratung ist toll. Wir wollen aber noch ein weiteres, komplett anderes Rad testen und ziehen weiter.


Donnerstag, 6. Juli 2017

Upcycling für Kinder - nachhaltig nähen

Upcycling Kindermode Runzelfuesschen Kinderkleidung naehen Naehidee fuer Kinder Elternblog

Ich mache mir ja so meine Gedanken wie ich im Alltag Ressourcen spare. Und weil soviel tolle Resonanz und Nachfragen zu meinem Post über meine selbstgenähte Kleidung kamen dachte ich mir, ich zeige euch mal, wie ich Stoff spare und ganz nebenbei auch noch was für die Umwelt tue.

Kinderkleidung nähen aus dem eigenen Kleiderschrank


Ich vermute ihr alle sortiert ab und zu euren Kleiderschrank neu. Wir jedenfalls machen das so ein, zweimal im Jahr. Es gibt einfach zuviele Teile die man viel zu oft oder viel zu wenig anhatte, als dass sie weiter im Schrank versauern sollten. Und diese aussortiere Kleidung sammle ich, zum Leidwesen meines Mannes. Wieder etwas, das Platz wegnimmt. Aber hey, daraus lassen sich noch prima Kinderklamotten machen.

Upcycling für Kindermode


Ja, ich nehme auch die Teile, die Löcher haben, denn da kann man ja drum herumschneiden. Durch die vielen Nähte an solchen Pullis/Shirts müsst ihr, je nach Größe der zu nähenden Kleidungsstücke schon ein, zwei oder auch drei Modelle zerschneiden. Aber da die ja eh weggeworfen werden ist das nicht so wild.


Dienstag, 4. Juli 2017

Papa bloggt: Noch mehr Musik mit dem Runzelfüßchen


Wir waren im Urlaub mit den Kindern ja auch viel mit dem Auto unterwegs: einmal Korsika und zurück. Als jemand, der Musik über alles liebt, will ich, da ich in der Regel der Fahrer bin, auch bei der Fahrt Musik hören. Mittlerweile sind wir vier Menschen, die sich zusammen auf ein gemeinsames Programm einigen müssen. Aber manchmal entstehen so auch kleine Lieblingslieder, die alle (bis auf Herrn Annika) toll finden.

Radio finde ich schwierig für kleine Kinder


Ich will mich nicht über die Qualität von deutschem Pop-Rock-Radiosendern beschweren (ich sage nur "Menschen Leben Tanzen Welt"), aber was ich schwierig finde: Nachrichten und Werbung. Denn das Runzelfüßchen versteht mittlerweile sehr gut, was der Nachrichtensprecher im Radio sagt. Als er letztens vorlas, dass in Südamerika mehrere Menschen auf einer Fähre ertrunken waren, mussten wir meiner Tochter erstmal eine halbe Stunde erklären, was da passiert ist. Noch schwieriger finde ich Radiowerbung, die auch noch besonders stolz darauf ist, Menschen auf diesem Weg zu erreichen. "Radio geht ins Ohr. Bleibt im Kopf" - das mag ja gut sein, aber nicht in den Kopf meiner Kinder. Dass meine Tochter die Slogans und Werbebotschaften schlecht ausblenden kann, geschenkt. Also hören wir im Auto meist Musik über mein Handy.